Mann von S-Bahn überrollt: Videoauswertung lässt Polizei stutzig werden

Hamburg - Schockmoment am Sonntagabend: Ein 41 Jahre alter Mann ist von einer S-Bahn in der Nähe des Bahnhofs Hammerbrook in Hamburg überrollt worden.

Ein 41-jähriger Mann wurde in Hamburg am Sonntagabend von einer S-Bahn überrollt. (Symbolfoto)  © Marcus Brandt/dpa

Gegen 21.23 Uhr ging der Notruf ein. Der Grund: Eine S-Bahn der Linie S3, unterwegs von Hammerbrook in Richtung Elbbrücken, hatte kurz nach der Abfahrt offenbar eine Person im Gleisbereich erfasst. Der Triebfahrzeugführer reagierte sofort und leitete eine Schnellbremsung ein.

Daraufhin rückte die Polizei mit einem Großaufgebot aus: Den Rettungskräften gelang es schließlich, den schwer verletzten Mann aus dem Gleisbereich zu bergen. Der 41-jährige polnische Staatsangehörige wurde daraufhin mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, teilte die Bundespolizei am Montag mit.

Nach ersten Informationen bestand keine Lebensgefahr. Zu den genauen Verletzungen machten die Behörden jedoch keine Angaben.

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In der betroffenen S-Bahn befanden sich rund 400 Fahrgäste. Der Zug wurde zurück in den Bahnhof Hammerbrook geschoben, damit alle Reisenden sicher aussteigen konnten.

Doch für zwei von ihnen war das Erlebte offenbar zu viel: Sie mussten vom Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreut werden. Auch der Lokführer stand unter Schock und wurde vor Ort von der Feuerwehr versorgt.

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41-Jähriger von S-Bahn überrollt: Verletzter hat Verfahren am Hals

Auf den Gleisen befand sich offenbar noch eine weitere Person. (Symbolfoto)  © Rabea Gruber/dpa

Was die Beamten jedoch stutzig werden ließ: Die bisherigen Ermittlungen, unter anderem durch Videoauswertung, deuten darauf hin, dass sich zum Unfallzeitpunkt gleich zwei Männer im Gleisbereich aufgehalten haben.

Während einer von der S-Bahn erfasst wurde, flüchtete der andere über den Bahnsteig und ist bislang spurlos verschwunden.

Gegen den verletzten 41-Jährigen wurde nun ein Verfahren eingeleitet. Der genaue Unfallhergang ist jedoch weiterhin unklar. Die Ermittlungen laufen.

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