Schwerer Frontalcrash: Linienbus fährt gegen Baum, mindestens 16 Verletzte
Hamburg - Ein voll besetzter Linienbus ist am Donnerstagmittag im Stadtteil Barmbek-Nord aus noch unbekannter Ursache frontal gegen einen Baum gefahren. Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr war angerückt und kümmerte sich um zahlreiche Verletzte sowie den eingeklemmten Busfahrer. Zudem drohte der Unfallbaum zu fallen, wie TAG24 vor Ort erfuhr.
Gegen 13 Uhr lenkte der Fahrer eines Busses der Hamburger Verkehrsverbunde (HVV) sein Fahrzeug durch die Drosselstraße, als er ersten Erkenntnissen vor Ort zufolge offenbar aus gesundheitlichen Gründen die Kontrolle über den Bus verlor.
Vor der Kollision mit dem Baum soll der HVV-Bus bereits mehrere parkende Autos gestreift haben.
Der Busfahrer wurde bei dem Aufprall in der Kabine eingeklemmt. Über eine Stunde lang versuchten die Einsatzkräfte den älteren Mann unter anderem mithilfe eines hydraulischen Geräts zu befreien.
Zudem mussten immer wieder Äste des Unfallbaums von den Einsatzkräften weggeschnitten werden, die drohten herunterzufallen.
Gegen 15 Uhr gelang es der Feuerwehr, den lebensgefährlich verletzten Busfahrer zu befreien. Bei dem Unfall wurden mindestens 16 Personen verletzt, darunter mehrere schwer und lebensbedrohlich, wie ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber TAG24 bestätigte. Insgesamt mussten 14 Betroffene in Krankenhäuser gebracht werden.
Unbestätigten Zeugenberichten zufolge soll ein Fahrgast durch die Wucht des Aufpralls durch die Frontscheibe geschleudert worden sein, eine offizielle Bestätigung dafür gibt es jedoch bislang nicht.
Fahrgäste, die den Bus eigenständig verlassen konnten, wurden aus dem Gefahrenbereich evakuiert und vor Ort betreut. Mehrere von ihnen erlitten Schürfverletzungen sowie Prellungen.
120 Einsatzkräften waren vor Ort
Wie es genau zu dem Unfall kam, ist bislang noch unklar. Ein Sprecher der Polizei erklärte gegenüber TAG24, dass die Ermittlungen zur Unfallursache derzeit laufen.
Für die Rettungsmaßnahmen war die Drosselstraße zwischen der Fuhlsbüttler Straße und der Bramfelder Straße mehrere Stunden lang vollständig gesperrt.
Zwischenzeitlich musste die Polizei auch mehrere Gaffer von der Unfallstelle verweisen.
Rund 120 Einsatzkräfte waren vor Ort, inklusive Spezialkräfte wie Höhenrettung und spezielle Versorgungsfahrzeuge.
Erstmeldung am 26.März um 13.35 Uhr, aktualisiert um 15.18 Uhr.
Titelfoto: Tag24/Madita Eggers

