Es wird noch kälter im Norden: "Winter, wie wir ihn lange nicht hatten"
Hamburg - Am Mittwoch gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) die nächste Warnung raus. In der Nacht zu Donnerstag wird mit strengem Frost gerechnet.
Seit Anfang Januar macht der Winter im Norden nur kurze Verschnaufpausen, sorgt für verschneite Landschaften und zugefrorene Gewässer. "Das ist ein Winter, wie wir ihn lange nicht hatten", bestätigt Meteorologe Felix Herz gegenüber TAG24.
Am Mittwoch zeigt sich zumindest mal die Sonne, auch wenn das Thermometer wieder im Minusbereich bleibt. In der Nacht zu Donnerstag bleibt zwar Schneefall aus, doch die Temperaturen gehen noch mal richtig in den Keller.
Der DWD hat eine amtliche Warnung vor strengem Frost herausgegeben, im Binnenland fällt die Temperatur auf -12 Grad. Am Donnerstag bleibt es bei -1 Grad ebenfalls frostig.
Keine guten Aussichten also für den Winterdienst. "Dieser Winter zehrt an den Kräften", sagt Anna-Maria Jeske von der Stadtreinigung Hamburg. In dieser Saison sei der Winterdienst bereits zu 22 Volleinsätzen ausgerückt. "Im Schnitt sind es 13 bis 14", so Jeske.
Die Saison geht für die Stadtreinigung von Mitte Oktober bis Mitte April. 21 der 22 Einsätze fanden allein in diesem Jahr statt.
"Das ist eine Herausforderung für die Stadtreinigung. Für die einzelnen Menschen ist es natürlich auch eine Belastung, jede Nacht raus zu müssen", sagt Jeske.
Auf die Kälte folgt Dauerregen
Immerhin ist nun endlich eine Entspannung der Lage in Sicht. "Es wird auf jeden Fall deutlich milder. Zum Wochenende werden die Temperaturen an den zweistelligen Werten kratzen", sagt Herz voraus.
Klopft jetzt also der Frühling an? "Je nachdem, wie man denn Frühling definiert", meint der Meteorologe. "Es wird am Wochenende ziemlich lange regnen. Mit ein paar Pausen, aber es wird doch ungemütlich. Zwar deutlich milder, weit weg von Frost, aber halt mit Regen."
Auch in der kommenden Woche rechnet Herz zwar mit milderen Temperaturen, allerdings nicht mit lang anhaltenden Sonnenscheinperioden. "Eher viele Wolken, immer mal wieder Regengebiete", so seine düstere Prognose.
Frühlingsgefühle kommen da noch lange nicht auf.
Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

