Seltenes Naturschauspiel: Meterhohe Eisberge türmen sich an der Elbe

Von Markus Klemm

Geesthacht - Spektakel vor den Toren Hamburgs: Nach dem jüngsten Schneefall und Dauerfrost türmen sich elbaufwärts bei Geesthacht meterhohe Eisberge.

Nach Schneefall und Frost türmen sich vor den Toren Hamburgs meterhohe Eisberge an der Elbe.
Nach Schneefall und Frost türmen sich vor den Toren Hamburgs meterhohe Eisberge an der Elbe.  © NEWS5 / René Schröder

Der Grund: Seit Tagen kämpft die in Geesthacht stationierte Eisbrecherflotte gegen eine gewaltige Eisbarriere am Stauwehr und verwandelt die Eisdecke auf dem Strom in kleinere Eisberge, die nun bei Niedrigwasser am Ufer der Elbe gestrandet sind.

Am Wochenende kamen zahlreiche Schaulustige, um durch die Eislandschaft zu spazieren. "Das hatten wir so auch noch nicht", sagte der Leiter der Spezialschiff-Flotte beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), Andreas Schultz, zu BILD.

"Damit das Eis vernünftig ablaufen kann", müssten mindestens 500.000 Liter Wasser pro Sekunde stromabwärts fließen. Zuletzt seien es aber nur etwa 300.000 Liter gewesen.

Das habe auch Folgen für die Eisbrecherflotte: Sie können nur bei Hochwasser fahren. Steht das Wasser zu niedrig, könnten sie durch den Tiefgang den Grund berühren.

Bislang seien bis zu zehn Eisbrecher auf der Elbe im Einsatz gewesen - so viele wie seit 2013 nicht mehr.

Titelfoto: NEWS5 / René Schröder

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