Schneechaos in Hamburg: Zahlreiche Unfälle und Flugausfälle

Hamburg - Das Wetter spielt verrückt! Auf die erste Sturmflut des Jahres folgte in Hamburg sogleich der erste Schneefall - und das hatte Folgen.

Bei einem Unfall in Hamburg-Poppenbüttel wurde eine Frau von einem Lastwagen erfasst und verletzt.  © NEWS5 / René Schröder

In der Hansestadt war es am Morgen zu zahlreichen Unfällen gekommen, wie die Polizei auf TAG24-Nachfrage erklärte. Dennoch sei die Lage unauffällig.

Zunächst war ein Lastwagen gegen 6.20 Uhr auf dem Saseler Damm im Stadtteil Poppenbüttel an einer roten Ampel aufgrund der Glätte weitergeschlittert. Dadurch erfasste er eine Fußgängerin und verletzte diese. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Aufgrund der Witterungsbedingungen ist derzeit auch die Köhlbrandbrücke gesperrt. In Richtung Westen musste sie erst gestreut werden, in Richtung Osten blockierte ein quer stehender Lkw die Fahrbahn. Laut Sprecher versuche die Feuerwehr ihn wieder in die Spur zu bringen.

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Zusätzlich gerieten weitere Sattelschlepper bei der ansteigenden Fahrbahn ins Rutschen und konnten nicht weiter hinauffahren. Die Fahrzeuge fuhren sich zum Teil fest oder standen quer.

Auf der Grindelallee rutschte ein Linienbus an der Ecke Sedanstraße gegen 8.30 Uhr gegen eine Mittelinsel, die durch den Schnee verdeckt war. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht, der Bus musste aber heruntergehoben werden.

Der Schneefall hat auch Auswirkungen auf den Betrieb am Hamburger Flughafen, wie eine Sprecherin auf TAG24-Nachfrage erklärte. Bei den Abflügen kommt es zu zahlreichen Verspätungen, da die Maschinen vor dem Start noch enteist werden müssen. Wenige Flüge mussten aber sogar gestrichen werden.

Zudem läuft der S-Bahn-Verkehr auf einigen Linien nur eingeschränkt. Während die S1 bis zum Betriebsschluss im Zehn-Minuten-Takt fährt, fällt die S2 komplett aus. Die S5 fährt aktuell nur zwischen Stade und Neugraben, Reisende sollen auf die S3 ausweichen. Generell muss mit Verspätungen gerechnet werden.

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Der Winterdienst ist seit der Nacht im Dauereinsatz.  © NEWS5 / Sebastian Peters

Mehrere Unfälle auf A7 nördlich von Hamburg

Auf der A7 nördlich von Hamburg war ein Transporter mit zwei Lastwagen kollidiert.  © Florian Sprenger

Auch rund um Hamburg kam es aufgrund des starken Schneefalls zu Unfällen. Der Wintereinbruch sorgte beispielsweise auf der A7 zwischen Bad Bramstedt und Hamburg gleich mehrfach für Chaos und den Dauereinsatz der Polizei Neumünster.

Wie die Polizei mitteilte, kam es seit dem frühen Morgen zu sechs Unfällen, die allerdings zum Großteil glimpflich verlaufen seien. Ein Sprinter-Fahrer, sowie seine Beifahrerin mussten verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Sprinter war aufgrund der Witterung zwischen den Anschlussstellen Schnelsen-Nord und Quickborn auf dem linken Fahrstreifen ins Schleudern geraten und mit zwei Sattelzügen kollidiert.

Seit zehn Uhr hätte sich die Lage beruhigt, so die Beamten.

Sturmflut setzt Hamburger Fischmarkt unter Wasser

Eine Sturmflut setzte den Hamburger Fischmarkt unter Wasser.  © Bodo Marks/dpa

Seit der Nacht ist die Stadtreinigung unermüdlich im Einsatz. Zunächst mit rund 120 Kräften, später mit mehr als 500 und 260 Fahrzeugen. Sie streuten die wichtigen Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr sowie bestimmte Radwege.

Der Deutsche Wetterdienst hat bis in die Abendstunden hinein vor Glätte gewarnt. Die Temperaturen sinken in der Nacht auf -4 bis -7 Grad, es droht Frost. Zusätzlich sorgen auch Windböen auf den Straßen für Gefahr, vereinzelt drohen auch Sturmböen.

Hinzu kam eine Sturmflut. Bereits am Neujahrstag hatte die Elbe an der ein oder anderen Stelle bereits übergeschwappt, in der Nacht trat sie in vielen Teilen über die Kaimauern und sorgte für Überschwemmungen.

So unter anderem auch am Hamburger Fischmarkt, der unter Wasser stand und von der DLRG für eine Übung genutzt wurde.

Für den Freitag ist laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in der Hansestadt zwar keine weitere Sturmflut zu erwarten, dennoch könne die Elbe erneut über das Ufer treten.

Erstmeldung, 2. Januar, 6.57 Uhr; zuletzt aktualisiert um 14.13 Uhr.

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