Von Dayan Djajadisastra
Haunetal - Nach der Entführung und schweren Verletzung eines 18-Jährigen im osthessischen Haunetal ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen eines mutmaßlichen versuchten Tötungsdelikts.
Der 18 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen sei am vergangenen Donnerstagabend (30. April) am Bahnhof von Haunetal Opfer eines brutalen Angriffs geworden, teilten die Beamten mit.
Der Mann hatte sich dort mit einer Frau verabredet. Stattdessen traf er auf mehrere Personen, die ihn mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray attackierten.
Anschließend brachten die Angreifer ihr Opfer den Ermittlungen zufolge im Kofferraum eines Autos an einen bislang unbekannten Ort. Der 18-Jährige beschrieb den Ort als eine Art Container-Abstellfläche.
Dort wurde der junge Mann den Angaben zufolge erneut angegriffen und unter anderem mit einem Messer schwer verletzt.
Opfer gelingt auf Raststätte in Thüringen die Flucht
Danach setzten die Täter ihre Fahrt fort und fuhren mit ihrem Opfer bis nach Thüringen. Auf einer Raststätte gelang es dem Mann schließlich, sich zu befreien und die Polizei zu verständigen.
Die Ermittler gaben an, bereits drei Tatverdächtige festgenommen zu haben. Ein 21-Jähriger wurde bereits am Freitag gefasst. Am Sonntag folgten die Festnahmen einer 18-Jährigen und eines 22-Jährigen.