Aufatmen in Offenbach! So geht es mit dem Ketteler Krankenhaus weiter
Von Christine Schultze
Offenbach - Für das Ketteler Krankenhaus in Offenbach ist im Rahmen des Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung eine Lösung gefunden worden.
Der Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Offenbach e.V. werde die Trägerschaft übernehmen, teilte das Krankenhaus mit. Damit seien die Arbeitsplätze der über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso gesichert wie der Fortbestand der medizinischen Abteilungen - aber mit Ausnahme der Geburtshilfe.
Das Krankenhaus hatte bereits angekündigt, dass diese zum 30. Juni dieses Jahres geschlossen wird.
Eine entsprechende Investorenvereinbarung sei bereits unterzeichnet worden, hieß es. Der Vollzug solle im Laufe dieses Jahres erfolgen und stehe wie üblich noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gläubiger, mit der allerdings zu rechnen sei.
"Das Ketteler Krankenhaus ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Offenbach und der Region", so Doru Somesan, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Offenbach.
Und weiter: "Eingebettet in unser bestehendes Netzwerk aus Rettungsdienst, Pflegeeinrichtungen und vielen weiteren Angeboten leisten wir mit dieser Übernahme einen starken Beitrag zum Erhalt eines hochwertigen medizinischen Angebots vor Ort."
Ketteler Krankenhaus in Offenbach: Patientenversorgung läuft weiter
Mit der nun gefundenen Lösung erhalte das Krankenhaus eine tragfähige Zukunftsperspektive, ergänzte Dietmar Eine, Sanierungsgeschäftsführer des Ketteler Krankenhauses.
Ziel des DRK-Kreisverbands Offenbach sei es, den Krankenhausstandort auf lange Sicht zu sichern, die medizinische Versorgung verlässlich fortzuführen und das Haus in einen starken regionalen Versorgungsverbund einzubinden.
Im Herbst 2025 wurde ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, um zukunftsfähig zu werden. Sanierungsgeschäftsführer Eine wird von Experten der Pluta Rechtsanwalts GmbH unterstützt.
Der Insolvenzplan sei in Abstimmung und dürfte in absehbarer Zeit zum Abschluss kommen. Die Patientenversorgung laufe unterdessen uneingeschränkt, bis auf die Geburtshilfe sollten alle medizinischen Abteilungen bestehen bleiben.
Titelfoto: Marijan Murat/dpa

