Bakterien trüben Badespaß: Warnungen für mehrere hessische Seen
Von Sabine Maurer
Wiesbaden - Grünliche Schlieren, getrübtes Wasser: Im Schultheis-Weiher darf nicht mehr gebadet werden. In welchen hessischen Seen vom Baden abgeraten wird und welche Warnzeichen Badegäste kennen sollten.
Blaualgen trüben vermehrt den Badespaß in den hessischen Badeseen und -weihern.
Im Schultheis-Weiher im Landkreis Offenbach wurde bereits Ende Juni ein Badeverbot verhängt, für drei weitere Gewässer wird aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen vom Baden abgeraten, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden auf seiner Internetseite informiert.
Dazu gehört der Grüne See im nordhessischen Witzenhausen. Dort ist das Wasser stark eingetrübt, die Sichttiefe beträgt lediglich 70 Zentimeter. Betroffen sind zudem der Guckaisee in der Rhön sowie der Große Woog in Darmstadt, auch dort sollte nicht gebadet werden.
Für weitere Seen wird ebenfalls vor gesundheitlichen Auswirkungen und geringer Sichttiefe gewarnt, betroffen sind etwa der Badesee Mainflingen bei Seligenstadt und der südhessische Marbach-Stausee.
Bereiche mit grünen Schlieren auf der Wasseroberfläche und starker Trübung sollten vermieden werden, wird gewarnt. Blaualgen - auch Cyanobakterien genannt - können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Auch Haut- und Augenreizungen sind möglich, wenn Menschen mit dem Wasser in Kontakt kommen.
Vorsicht bei grünen Schlieren auf dem Wasser
Laut früheren Angaben des HLNUG sollte mit Blick auf Blaualgen folgende Faustregel befolgt werden: "Wenn man bis zu den Knien im Wasser steht und seine Füße nicht sehen kann, sollte man auf das Baden verzichten.
Auch grünlich-blaue Schlieren auf dem Wasser oder ein unangenehmer Geruch können Warnzeichen sein, die es zu beachten gilt." Informationen zu den einzelnen Gewässern gibt es auf der entsprechenden Internetseite.
Titelfoto: Birgit Reichert/dpa
