Hanauer Wildpferd-Herde geschrumpft: Zwei Tiere eingeschläfert
Von Michael Bauer
Hanau - Die Wildpferd-Herde in Hanau ist durch den Tod zweier Tiere in den vergangenen Wochen auf sechs geschrumpft.
Die beiden Przewalski-Pferde seien infolge von Verletzungen und Krankheiten eingeschläfert worden, teile die Stadt mit. Die Verantwortlichen wollen sich nun bemühen, den Bestand wieder aufzustocken.
Die Pferde dienen als Landschaftspfleger und tragen auf dem Campo Pond, einem ehemaligen Trainingsgelände der US-Armee, zum Erhalt des einzigartigen Biotops mit seiner Tier- und Pflanzenwelt bei.
Sie sorgen dafür, dass die Offenlandfläche nicht überwuchert, knabbern neue Baumtriebe ab und halten das Gelände vom Unterholz frei.
Benannt sind die Tiere nach ihrem Entdecker, dem russischen Forscher Nikolaj Przewalski. Zeitweise galten sie als fast ausgestorben. Inzwischen hat sich ihr Bestand durch Zuchtprogramme wieder erholt.
Przewalski-Pferde sind etwa so groß wie Ponys (rund 1,40 Meter) und gelten als besonders widerstandsfähig. Sie können sowohl in eisiger Kälte als auch in großer Hitze leben.
Titelfoto: Arne Dedert/dpa
