Hessen kritisiert geplanten US-Truppenabzug: Das steckt dahinter

Von Sandra Trauner

Wiesbaden - Alleine in Wiesbaden sind 3.000 Soldaten der US-Army stationiert. Hessen-Minister Manfred Pentz (46, CDU) kritisiert die Pläne, die Truppen abzuziehen.

Hessens Staatsminister für Internationales, Manfred Pentz (46, CDU), kritisiert die Abzugspläne der US-Army aus Deutschland.  © Montage: Arne Dedert/dpa, Frank May/dpa

Das Land Hessen hält den von der US-Regierung angekündigten Teilabzug von Soldaten für einen Fehler.

Hessens Staatsminister für Internationales, Manfred Pentz sagte: "Dieser Abzug wäre ein strategischer Fehler und zum Nachteil für beide Partner." Ob von dem Abzug auch Standorte in Hessen betroffen sein werden, ist nach Angaben der Staatskanzlei aktuell noch unklar.

Hessen sei ein verlässlicher Partner im transatlantischen Verhältnis und habe sich immer als guter Gastgeber gezeigt.

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Gleichzeitig seien die US-Streitkräfte in Hessen ein wichtiges Element für Europas Sicherheit. In Wiesbaden seien die Amerikaner "Nachbarn und Freunde – aber auch Wirtschaftsfaktor". 

"Die Präsenz ist also im Interesse beider Seiten", sagte Pentz. "Sollte der Abzug wirklich vollzogen werden, würde ich das sehr bedauern." Er hoffe, dass die US-Regierung ihre Entscheidung noch einmal überprüfe.

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In Wiesbaden befindet sich die Zentrale des US-Heeres für Europa und Afrika. Alleine hier sind aktuell mehr als 3.000 Soldaten stationiert. Hinzu kommen amerikanische Zivilangestellte, Familienangehörige, Ortskräfte und Pensionäre: insgesamt etwa 20.000 Menschen.

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