Hessischer Arbeitsmarkt im Fokus: So ist die aktuelle Lage

Von Christian Ebner

Frankfurt am Main - An Hessens Arbeitsmarkt ist der sonst übliche Aufschwung zum Frühjahr weitgehend ausgeblieben.

Die Lage am Arbeitsmarkt in Hessen ist angespannt. (Symbolbild)  © Hauke-Christian Dittrich/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Die Zahl der Arbeitslosen sank im März nur leicht auf 213.087 Personen, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur mitteilte. Das waren 2652 Menschen weniger als im Februar, allerdings im Gegenzug auch 7845 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 6,0 Prozent zurück. 

Bereinigt um die Saisoneffekte sei die Zahl der Arbeitslosen sogar um rund 1000 gestiegen, warnte Frank Martin. "Von einem klassischen Frühjahrsaufschwung ist derzeit nichts zu erkennen", machte der Direktionschef deutlich.

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Stichtag für die vorliegende Statistik war der 13. März. Die Arbeitsagentur sieht die Situation in Hessen an einem kritischen Wendepunkt.

Entgegen dem langjährigen Trend sei zuletzt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geschrumpft.

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Hessen hat demografisch und wachstumsbedingt einen Peak erreicht

Nach den jüngsten verfügbaren Daten aus dem Januar waren im Januar 2,76 Millionen Menschen in Hessen in entsprechenden Jobs angestellt. Das waren im Vergleich zum Vorjahresmonat 0,1 Prozent weniger. Die letzten Rückgänge hatten die Arbeitsagenturen während der Corona-Krise zwischen Mai 2020 und März 2021 registriert.

Hessen habe demografisch und wachstumsbedingt einen Peak bei der Beschäftigung erreicht. "Parallel erleben wir die Deindustrialisierung unserer Wirtschaft, die dem Einfluss der aktuellen geopolitischen Verwerfungen ausgesetzt ist."

Der Iran-Krieg habe ersten Anzeichen einer Erholung einen deutlichen Dämpfer gegeben. "Solange die Unsicherheit bei Energiepreisen bestehen bleibt, werden wir keinen Aufschwung und keine Erholung am Arbeitsmarkt beobachten."

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