Mehr Betrugsversuche in Hessen: So wird bei der Führerschein-Prüfung geschummelt

Von Michael Bauer

Berlin/Wiesbaden - Die Zahl der Täuschungsversuche bei den theoretischen Führerscheinprüfungen ist in Hessen im vergangenen Jahr gestiegen.

In Hessen wurden im vergangenen Jahr 263 Betrugsfälle bei der Führerscheinprüfung aufgedeckt; etwas mehr als im Jahr zuvor. (Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa

Aufgedeckt wurden 263 Fälle, im Jahr zuvor waren es 245, wie aus Zahlen des TÜV-Verbands hervorgeht. Deutschlandweit wurden 4239 derartige Betrugsfälle registriert. 

"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert", sagte Fani Zaneta vom TÜV-Verband.

Zugleich gebe es vermutlich ein großes Dunkelfeld, da nur ein Teil der Täuschungen entdeckt werde.

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Mini-Kameras, versteckte Ohrhörer und Doppelgänger

Vor allem mit technischen Hilfsmitteln wird versucht, bei der Prüfung zu schummeln, teilte der TÜV-Verband mit.  © Sebastian Gollnow/dpa

Auffällig ist der Einsatz technischer Hilfsmittel: In mehr als jedem dritten Fall in Deutschland (36 Prozent) kamen den Angaben zufolge etwa Mini-Kameras oder kaum sichtbare Ohrhörer zum Einsatz.

Auch Doppelgänger sind keine Seltenheit: In weiteren Fällen legten sogenannte Stellvertreter die Prüfung ab. Insgesamt sei inzwischen gut jeder zweite Betrugsversuch (52 Prozent) professionell organisiert, so der TÜV-Verband.

Oftmals seien weitere Personen involviert, die den Prüfling "technisch unterstützen, aus der Ferne Lösungen übermitteln oder sich als Fahrschüler ausgeben", so Zaneta.

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Dafür sei auch entsprechendes technisches Know-how notwendig, um bestimmte Betrugsmaschen durchführen zu können.

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