Nächste Hitzewelle kommt bestimmt: Wiesbaden-OB Mende hat klaren Wunsch
Von Andrea Löbbecke
Wiesbaden - Es wird in diesem Sommer sicherlich das eine oder andere Mal noch extrem warm. Mit Blick auf mögliche neue Hitzewellen hat die Stadt Wiesbaden deshalb jetzt zum Miteinander aufgerufen.
"Hitzeperioden werden uns künftig häufiger begegnen", teilte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (63, SPD) mit Blick auf das Wetter mit. "Deshalb appelliere ich eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger: Achten Sie auf sich und aufeinander. Schauen Sie nach Ihren Nachbarinnen und Nachbarn, Freunden und Angehörigen."
Wichtig sei, dass es nicht bei einem einzigen Mal bleibe. "Gerade an heißen Tagen kommt es darauf an, regelmäßig nachzufragen und in Kontakt zu bleiben", führte der SPD-Politiker weiter aus.
Bei der zurückliegenden Hitzewelle Ende Juni in Deutschland mit Rekordhöchstwerten von teils mehr als 40 Grad seien der Rettungsdienst und die Krankenhäuser an ihre Grenzen gekommen, ergänzte der Sachgebietsleiter Rettungsdienst und Medizinische Gefahrenabwehr, Norbert Hagner.
Die Zahl der rettungsdienstlichen Todesfeststellungen sei auf 33 Fälle angestiegen - rund zehnmal mehr als an einem Vergleichswochenende im Sommer 2025 mit Temperaturen von nur knapp über 30 Grad.
Hitze in Deutschland: Ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen besonders gefährdet
"Nicht jeder einzelne Fall lässt sich unmittelbar auf die Hitze zurückführen", so der Experte. Die deutliche Häufung während der extremen Temperaturen mache sichtbar, wie stark ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen gefährdet seien.
Die Stadt Wiesbaden bereitet sich den Angaben zufolge auf künftige Hitzewellen vor. Unter anderem werde an heißen Tagen ein klimatisierter Raum im Rathaus tagsüber geöffnet. Darüber hinaus wurde ein Hitze-Telefon eingerichtet.
Titelfoto: Montage: Thomas Warnack/dpa, Andreas Arnold/dpa
