Hitze im Liveticker: Nächste Hitzewelle könnte schon am Wochenende starten

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Deutschland - Ein heißes Wochenende liegt hinter uns, ein neuer Temperaturrekord mit 41,7 Grad wurde geknackt. Die Gluthitze weicht, die Abkühlung wird aber von Gewittern begleitet.

In der Nacht zu Montag kam es mancherorts bereits zu Unwettern wie hier in Nürnberg.
In der Nacht zu Montag kam es mancherorts bereits zu Unwettern wie hier in Nürnberg.  © NEWS5 / Lars Haubner/NEWS5/dpa

Der vorläufige Temperaturrekord von 41,7 Grad wurde am Sonntagnachmittag in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree direkt an der Grenze zu Polen gemessen – es war die dritte Bestmarke im Bundesgebiet binnen weniger Tage.

Nun drohen laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) vor allem im Süden und Osten Deutschlands örtlich Gewitter mit Unwetterpotenzial, inklusive Hagel und heftigen Starkregens mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter.

In der zweiten Nachthälfte sollten auch der Westen und Südwesten teils schwere Gewitter abbekommen, ebenfalls mit teils viel Regen und Sturmböen.

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Wetter Deutschland Hitzewelle in Berlin und Brandenburg: Bis zu 37 Grad, dann kommen Gewitter

TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.

30. Juni, 11.50 Uhr: Zahl der Todesfälle in Köln steigt auf 150

Die Zahl der Todesermittlungsverfahren nach dem extrem heißen Wochenende in Köln ist nach Angaben der Polizei inzwischen auf 150 gestiegen.

Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber TAG24, dass die Zahl nachträglich erhöht werden musste, weil Feuerwehr und Rettungsdienst teils erst am Montag gewaltsam Wohnungen öffnen konnten. Dabei handelt es sich um reguläre Todesermittlungsverfahren ohne Hinweise auf Fremdverschulden.

Der Polizeisprecher schilderte zudem eine weiterhin angespannte Lage: "Die Notaufnahmen sind am Limit", auch die Feuerwehr sei seit Tagen ununterbrochen im Einsatz.

29. Juni, 21.20 Uhr: Polizei spricht von 120 Toten am Hitze-Wochenende in Köln

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, hat die Polizei nach dem Hitze-Wochenende in Köln eine erschütternde Bilanz gezogen: Von Freitag bis Sonntag wurden 120 ungeklärte Todesfälle registriert - fast viermal so viele wie an einem durchschnittlichen Wochenende.

Ein Zusammenhang mit den extremen Temperaturen gilt als wahrscheinlich. Auch Feuerwehr und Rettungsdienst waren durch die Hitzewelle stark belastet und mussten allein am Wochenende zu 44 Reanimationen ausrücken.

Die Silhouette des Kölner Doms vor der untergehenden Sonne.
Die Silhouette des Kölner Doms vor der untergehenden Sonne.  © Rolf Vennenbernd/dpa

29. Juni, 17.32 Uhr: Nächste Hitzewellen zeichnen sich schon ab

Nach der aktuellen Abkühlung bleibt Deutschland wohl nicht lange von der Hitze verschont. Die kommenden Tage bieten die Gelegenheit, einmal durchzuatmen, denn bereits zum Wochenende deutet sich die nächste Hitzewelle an.

Ab Sonntag sind vielerorts erneut Temperaturen von über 30 Grad möglich. Anschließend könnte das Thermometer weiter kräftig zulegen. Mehrere Wettermodelle zeigen, dass sich erneut eine sogenannte Hitzeglocke über Teilen Europas aufbauen könnte.

Nach der kurzen Wetterberuhigung steigen die Temperaturen voraussichtlich auch zwischen dem 10. und 12. Juli wieder deutlich an. Die Kontrollläufe berechnen dabei Temperaturabweichungen von zwei bis vier Grad über dem klimatologischen Mittel, im Süden und Westen Deutschlands stellenweise sogar noch darüber.

Verantwortlich ist ein großräumiges Hochdruckgebiet, das sich immer wieder über Mitteleuropa etabliert und heiße Luftmassen aus Nordafrika nach Norden lenkt.

Der Juli wird in aktuellen Berechnungen als das Wärmemaximum des gesamten Sommers gehandelt.
Der Juli wird in aktuellen Berechnungen als das Wärmemaximum des gesamten Sommers gehandelt.  © Thomas Warnack/dpa

29. Juni, 16.10 Uhr: Hitze lässt Beton am Flughafen Hamburg aufbrechen

Am Hamburger Flughafen hat die Hitze den Beton einer Start- und Landebahn aufbrechen lassen. Die kleinen Schäden mussten repariert werden, wie eine Sprecherin des Flughafens sagte.

Der Flugbetrieb wurde demnach am Morgen rund eine Stunde verspätet um 7 Uhr aufgenommen, weil das Ersatzmaterial noch aushärten musste. Bis zum Nachmittag sei es noch zu vereinzelten Verzögerungen gekommen.

Flugpassagiere stehen an den Check-in-Schaltern in der Abflughalle des Hamburg Airports Schlange.
Flugpassagiere stehen an den Check-in-Schaltern in der Abflughalle des Hamburg Airports Schlange.  © Marcus Brandt/dpa

29. Juni, 11.47 Uhr: Zahl der Badetoten erhöht sich

Am heißen Wochenende sind nach Angaben der Lebensretter von der DLRG mindestens 26 Menschen beim Baden ums Leben gekommen – alles Männer und Jungen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft zählte dabei auch Vermisste mit, deren Identität bekannt ist, die aber noch nicht gefunden wurden.

Die vorläufige Bilanz bezieht sich auf die Zeit von Freitag bis Sonntag. Bereits am Donnerstag hatte es den Angaben zufolge mindestens sieben weitere tödliche Unglücke gegeben.

Hinzu kommen laut DLRG mindestens acht Menschen, die unter Reanimation ins Krankenhaus gebracht wurden. Zudem habe sich ein 15-Jähriger bei einem Sprung in einen Baggersee im baden-württembergischen Meißenheim mindestens schwer verletzt. Die DLRGerfasst auch Fälle, bei denen sie nicht selbst im Einsatz war.

Die DLRG zieht eine traurige Bilanz nach dem Hitze-Wochenende.
Die DLRG zieht eine traurige Bilanz nach dem Hitze-Wochenende.  © Sebastian Gollnow/dpa

29. Juni, 5.53 Uhr: Blitze statt Hitze: Deutschland kühlt sich runter

Nach einem glühend heißen Wochenende und einem vorläufigen Temperaturrekord in Deutschland von 41,7 Grad im Osten Brandenburgs ist Abkühlung in Sicht – allerdings begleitet von teils schweren Gewittern mit Starkregen und Sturmböen.

In der Nacht drohten laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) vor allem im Süden und Osten Deutschlands örtlich Gewitter mit Unwetterpotenzial, inklusive Hagel und heftigen Starkregens mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter.

In der zweiten Nachthälfte sollten auch der Westen und Südwesten teils schwere Gewitter abbekommen, ebenfalls mit teils viel Regen und Sturmböen. Für heute sind dann niedrigere Temperaturen angesagt, bei Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad, lokal im Osten und Südosten bis 32 Grad.

Nach einer Woche mit Rekordhitze entladen sich zahlreiche Gewitter über dem Süden Baden-Württembergs und dem Dreiländereck.
Nach einer Woche mit Rekordhitze entladen sich zahlreiche Gewitter über dem Süden Baden-Württembergs und dem Dreiländereck.  © Philipp von Ditfurth/dpa

29. Juni, 5.52 Uhr: DWD-Bilanz: Juni vergleichsweise deutlich wärmer

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist der Juni 2026 deutlich wärmer gewesen als andere Juni-Monate. Er dürfte "bei der Monatsmitteltemperatur unter den Top 3 der wärmsten seit Messbeginn landen", teilte eine Pressesprecherin mit. Die genaue Auswertung will der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montagmittag veröffentlichen. 

Der Juni sei zudem vergleichsweise niederschlagsarm gewesen, hieß es. Außerdem habe es vergleichsweise viele Sonnenstunden gegeben.

29. Juni, 5.50 Uhr: Mindestens 15 Menschen sterben bei Badeunfällen

Während der Hitzewelle in Deutschland sind seit Freitag mindestens 15 Menschen bei Badeunfällen gestorben.

Bereits seit mehreren Tagen sorgt eine Hitzewelle in Deutschland für Temperaturen bis an und über die 40-Grad-Marke. Die Belastung ist für viele Menschen auch deshalb besonders groß, weil die Temperaturen über Tage hinweg vielerorts selbst nachts kaum Abkühlung brachten. Ein Sprung bei dieser Hitze in kaltes Wasser ist erfrischend, belastet aber auch den Kreislauf stark.

28. Juni, 22.28 Uhr: Drei Tote beim Baden in Berlin

In Berlin sind am Wochenende drei Menschen bei Badeunfällen gestorben.

Wie die Polizei mitteilte, entdeckte eine Gruppe in einem Schlauchboot am Samstag gegen 13 Uhr eine leblose Person im Jungfernheideteich in Charlottenburg.

Die Menschen im Schlauchboot holten den 42-jährigen Mann demnach aus dem Wasser und begannen mit Reanimationsmaßnahmen. Der alarmierte Rettungsdienst führte diese fort, musste aber noch vor Ort den Tod feststellen. 

Der zweite Vorfall ereignete sich am Tempelhofer Hafen. Dort wurde ein 51-Jähriger leblos im Wasser treibend entdeckt. Nach Angaben der Polizei holten Feuerwehrleute den Mann aus dem Wasser, konnten dann aber nur noch den Tod feststellen. 

Beim dritten Fall am Sonntagabend am Kaisersteg in Oberschöneweide war ein Jugendlicher oder junger Mann in Wasser gesprungen, wie der Lagedienst der Polizei der dpa sagte. Er wurde später leblos aus dem Wasser gezogen; eine Reanimation blieb erfolglos. 

Weiter berichtete die Polizei, dass am Abend auch in Schmöckwitz im Wasser nach einem Vermissten gesucht wurde.

28. Juni, 21.52 Uhr: 17-Jähriger tot in Badesee gefunden

Ein 17-Jähriger ist leblos in einem Baggersee in Peine gefunden worden.

Er konnte nur noch tot geborgen werden, wie die Polizei mitteilte. Der Jugendliche war seit dem Nachmittag vermisst worden.

Bei der anschließenden Suchaktion wurden unter anderem der Eixer See und die Uferbereiche abgesucht, obwohl ein Badeunfall zunächst als unwahrscheinlich galt.

Am Abend entdeckten die Einsatzkräfte den 17-Jährigen dann im Wasser.

Einsatzkräfte haben in Peine einen Jugendlichen tot aufgefunden. (Symbolfoto)
Einsatzkräfte haben in Peine einen Jugendlichen tot aufgefunden. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

28. Juni, 21.24 Uhr: Weiteres Nachbarland knackt hohen Temperaturrekord

Mit vorläufig 40,5 Grad ist in der Grenzstadt Slubice an der Oder ein neuer Temperaturhöchststand für Polen verzeichnet worden.

Der Spitzenwert müsse noch offiziell bestätigt werden, teilte das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft in Warschau mit. Doch Sprecherin Agnieszka Prasek sagte: "Wir können von einem Rekord sprechen."

Die bisherigen Temperaturrekorde in Polen hatten lange Bestand gehabt. 1921 waren 40,2 Grad gemessen worden bei Opole (Oppeln) in Schlesien, das damals zum Deutschen Reich gehörte. Der polnische Höchstwert nach dem Zweiten Weltkrieg stammte von 1994 ebenfalls aus Slubice mit 39,5 Grad.

Auch in Polen steigen die Temperaturen rasant an.
Auch in Polen steigen die Temperaturen rasant an.  © Lukasz Gagulski/PAP/dpa

28. Juni, 17.23 Uhr: Rettungskräfte entdecken drei weitere Tote

Wegen der großen Hitze zieht es viele Menschen an die Badeseen - gleichzeitig steigt die Zahl der Notfälle.

Nach stundenlanger Suche wurden die Leichen von zwei Schwimmern am Freitag im Bodensee gefunden. Die älteren Männer waren am Donnerstag vor den Augen ihrer Frauen in den See gesprungen und verschwunden. 

Drei Tage dauerte die Suche nach einem 14-Jährigen in einem See bei Düren in NRW. Er war nach bisherigen Erkenntnissen am Freitag mit Freunden in einem Schlauchboot auf dem See unterwegs und aus bislang ungeklärter Ursache ins Wasser gefallen.

Taucher bargen ihn am Sonntagvormittag, ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Am Samstag ertrank zudem ein 41-jähriger Mann in einem Baggersee in Düsseldorf. 

Die Zahl der Badetoten ist an diesem Wochenende auf 13 gestiegen.
Die Zahl der Badetoten ist an diesem Wochenende auf 13 gestiegen.  © Henning Kaiser/dpa

28. Juni, 16.27 Uhr: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - 41,7 Grad gemessen

Den dritten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.

Der vorläufige Höchstwert von 41,7 Grad wurde nachmittags in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.

Auch am Sonntag macht die Hitze keinen Halt. (Symbolfoto)
Auch am Sonntag macht die Hitze keinen Halt. (Symbolfoto)  © Jens Büttner/dpa

28. Juni, 15.49 Uhr: Rund 1000 Tote mehr im Nachbarland während Hitzewelle

Während der extremen Hitzewelle in Frankreich sind nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde rund 1000 Todesfälle mehr als im Durchschnitt registriert worden.

Die seit Mittwoch erhobenen Daten seien vorläufig und noch nicht abschließend ausgewertet, teilte Santé publique France mit. Rund 85 Prozent der registrierten Todesfälle entfielen demnach auf Menschen ab 65 Jahren.

Besonders auffällig sei der Anstieg der Todesfälle in Privathaushalten, der um rund 40 Prozent höher liege als üblich. Dies betreffe insbesondere die Region Île-de-France - also den Großraum Paris.

Die Behörde verwies darauf, dass die Auswertung auf elektronischen Todesbescheinigungen beruhe, die nur einen Teil der landesweiten Sterblichkeit erfassten.

Die tatsächlichen Zahlen dürften daher höher liegen. Zudem träten gesundheitliche Folgen extremer Hitze häufig erst zeitverzögert auf.

Auch Frankreich kämpft derzeit mit der andauernden Hitze.
Auch Frankreich kämpft derzeit mit der andauernden Hitze.  © Lionel Bonaventure/AFP/dpa

28. Juni, 14.57 Uhr: Weiterer Todesfall nach Abkühlung im See

Die hohen Temperaturen lockten viele Menschen an Seen für eine Abkühlung.

Für zwei Menschen endeten Badeausflüge aber tödlich. Im Bremer Sodenmattsee ertrank am Samstag ein 22-Jähriger. Der junge Mann war Nichtschwimmer, wie die Polizei mitteilte.

Hilfsversuche der Freunde des Mannes blieben erfolglos, da sie selbst in Lebensgefahr gerieten. Sie wurden von zwei weiteren Badegästen gerettet. Feuerwehrtaucher bargen den Ertrunkenen und versuchten vergeblich, ihn zu reanimieren.

Titelfoto: Thomas Warnack/dpa

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