Von Andrea Löbbecke
Wiesbaden - Insgesamt knapp 62 Prozent der hessischen Paare ab 18 Jahren haben formal das gleiche Bildungsniveau.
In jedem achten Paarverhältnis war laut den Daten aus dem Jahr 2024 die Frau höher gebildet als der Mann, in jeder vierten Beziehung war dies umgekehrt, wie das Statistische Landesamt unter Bezug auf den Mikrozensus mitteilte.
Um einen Geschlechtervergleich zu ermöglichen, sind jedoch nur heterosexuelle Paare betrachtet worden. Anlass der Analyse ist der Valentinstag.
"Neben dem Geschlecht spielte insbesondere das Alter eine Rolle", erklärten die Statistiker. Jüngere Paare zwischen 18 und 44 Jahren hatten demnach etwas häufiger das gleiche Niveau bei der Bildung (63,9 Prozent) als ältere ab 45 Jahren (60,7 Prozent).
Betrachtet man Alter und Geschlecht zusammen, zeigt sich eine deutliche Verschiebung zugunsten der Frauen, wie aus den Daten hervorgeht.
Hessen: Frauen holen bei Bildung auf
Bei älteren Paaren ab 45 Jahren mit unterschiedlichem Bildungsniveau bildeten Konstellationen mit höher gebildeten Frauen die Ausnahme (9,4 Prozent). Der Anteil von Paaren mit höher gebildeten Männern betrug demnach knapp 30 Prozent.
Demgegenüber war das Verhältnis bei jüngeren Paaren nahezu ausgeglichen, wie die Statistiker ausrechneten.
Hier hatten Paare mit höher gebildeten Frauen mit einem Anteil von 18,5 Prozent an allen Partnerschaften der Altersgruppe gegenüber höher gebildeten Männern mit 17,6 Prozent einen leichten Vorsprung. Ein wesentlicher Grund dafür sei der gleichberechtigte Zugang zu Bildung bei jüngeren Frauen und Männern, ergänzte das Landesamt.