Neue AfD-Jugend will Landesverband Hessen gründen: Polizei hat Versammlung im Blick
Von Jens Albes
Fulda/Hessen - Die neue AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) will am 28. März in Fulda ihren Landesverband Hessen gründen.
Nafiur Rahman vom Bundesvorstand sagte, er rechne mit knapp 50 stimmberechtigten Teilnehmern. Er selbst wolle als Landessprecher kandidieren.
Gegen die Gründung der GD auf Bundesebene in Gießen am 29. November 2025 hatten rund 25.000 Menschen protestiert - die meisten friedlich. Es kam aber auch zu Zusammenstößen mit der Polizei.
Zum Gründungskongress des GD-Landesverbandes Hessen am 28. März im Bürgerhaus Johannesberg im gleichnamigen Fuldaer Stadtteil teilte das Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit: "Die Polizei Hessen hat über die Veranstaltung Kenntnis erlangt, nimmt eine Lagebewertung vor und leitet daraus weitere Maßnahmen ab."
Die Gründung der bundesweiten GD Ende November in Gießen war der aufgelösten Jungen Alternative (JA) gefolgt, die vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft worden war.
Innenministerium: Keine Mäßigung bei GD im Gegensatz zur früheren AfD-Jugend JA
Bei der GD ist aus Sicht der Bundesregierung keine Mäßigung im Vergleich zur früheren JA zu erkennen.
Auf eine parlamentarische Anfrage schrieb das Bundesinnenministerium kürzlich, der GD-Bundesvorstand zeige besonders auf Funktionärsebene eine hohe personelle Kontinuität zur aufgelösten JA.
Weiter hieß es: "Es sind Verbindungen von Mitgliedern der Generation Deutschland zu anderen extremistischen Organisationen bekannt."
GD-Bundesvorstandsmitglied Rahman antwortete auf die Frage, ob es auch in Hessen derartige Verbindungen gebe: "Ich sage nichts dazu."
Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

