Fritzlar - Am späten Freitagvormittag ist im nordhessischen Fritzlar der Mercedes eines 71-Jährigen von einem Zug erfasst und mitgeschleift worden. Dabei erlitt der Mann lebensbedrohliche Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Klinik.
Wie ein Sprecher der Polizei sagte, war der 71-Jährige gegen 11.30 Uhr über den unbeschrankten, mit einem Andreaskreuz gesicherten Bahnübergang in der Pappelallee gefahren und hatte dabei wohl den sich nähernden Regionalexpress übersehen.
Der Lokführer habe zwar noch einen Achtungspfiff abgeben und die Schnellbremsung einleiten können. Eine Kollision konnte er aber nicht mehr verhindern.
In der Folge wurde der Wagen einige Meter mitgeschleift, ehe der Zug zum Stehen kam. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten den Schwerstverletzten aus dem Mercedes befreien, ehe der Mann an die Besatzung des Rettungshubschraubers übergeben werden konnte.
In dem Regionalexpress hatten sich zum Zeitpunkt des Unfalls laut Polizei 15 Erwachsene und fünf Kinder befunden. Vier Personen erlitten demnach durch die Schnellbremsung leichte Verletzungen.
Die Bahnstrecke zwischen Fritzlar und Bad Wildungen musste zwischenzeitlich voll gesperrt werden, konnte aber gegen 15.15 Uhr wieder freigegeben werden.