Waldbrandgefahr in Hessen steigt: So schnell kann es gehen, darauf soll geachtet werden
Von Alina Grünky, Philipp Rahn
Kassel - Das sommerliche Wetter sorgt für gute Laune bei vielen Menschen, hat allerdings auch seine Schattenseiten: Die Waldbrandgefahr in Hessen soll in den kommenden Tagen steigen.
"Die anhaltenden Regenfälle der letzten Tage und Wochen haben dazu beigetragen, dass für unsere Bäume ausreichend Wasser zur Verfügung steht", teilte der Landesbetrieb Hessenforst offiziell mit.
Allerdings könne sich die Lage durch ausbleibende Niederschläge und hohe Temperaturen durchaus rasch wieder verschärfen. Besonders wichtig seien ergiebige Regenfälle in den Monaten Mai und Juni.
Die Waldbrandgefahr in Hessen ist derzeit regional unterschiedlich. Nach Angaben von Hessenforst besteht aktuell in Nordhessen eine sehr geringe, in Mittelhessen eine geringe und in Südhessen bereits eine mittlere Gefahr. Es kann sehr zügig gehen.
Mit Blick auf den Temperaturanstieg könnte sich die Situation im Bundesland entsprechend schnell zuspitzen, so der Landesbetrieb zur Prognose. Für den Samstag wird im Norden von Hessen eine geringe, im Süden hingegen schon eine mittlere bis hohe Waldbrandgefahr erwartet.
Hessenforst ruft Waldbesucher zu besonderer Vorsicht auf
Am Sonntag rechnen die Experten in Nordhessen weiterhin mit geringer Gefahr, in Mittelhessen regional mit mittlerer und in Südhessen mit hoher Waldbrandgefahr. Die Lage ist dynamisch.
Auch zu Beginn der kommenden Woche dürfte sich die Lage weiter verschärfen: Dann wird bis auf einige Regionen Nordhessens verbreitet mittlere bis hohe Waldbrandgefahr vorhergesagt.
Hessenforst ruft Waldbesucher deshalb unbedingt zu besonderer Vorsicht auf. Rauchen und offenes Feuer seien im Wald und in dessen unmittelbarer Umgebung grundsätzlich verboten, heißt es.
Sämtliche Fahrzeuge dürften ausschließlich auf ausgewiesenen Parkflächen abgestellt werden – niemals über trockenem Gras oder Waldboden.
Grillen sei nur auf offiziell freigegebenen Plätzen erlaubt. Offenes Feuer müsse dabei stets beaufsichtigt und beim Verlassen vollständig gelöscht werden. Zudem sollten sämtliche Waldbesucher unbedingt auf mögliche Anzeichen eines Waldbrandes wie Rauchsäulen achten - und in einem Verdachtsfall umgehend die Feuerwehr informieren.
Titelfoto: Boris Roessler/dpa

