Heute vor 48 Jahren: Das Ende einer deutschen Auto-Legende

Heute vor 48 Jahren, am 19. Januar 1978, markierte ein bedeutendes Ereignis das Ende einer Ära in der Automobilgeschichte: Der letzte in Deutschland produzierte VW-Käfer rollte in Emden vom Band. Dieses ikonische Fahrzeug, das einst als Symbol für den wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit galt, verabschiedete sich damit aus der heimischen Fertigung.

Geschichtsträchtige Ereignisse aus aller Welt gibt es hier: Heute vor ... Jahren.

19. Januar 1978: Letzter deutscher VW-Käfer rollt vom Band

Der VW-Käfer war eine Zeit lang das meistgebaute Auto der Welt.  © dpa/Marcus Brandt

Der VW-Käfer begann seine Erfolgsgeschichte 1947, als Privatpersonen die ersten Modelle erwerben konnten. Trotz seiner Schwächen, wie der unzureichenden Heizung und dem begrenzten Stauraum unter der Fronthaube, fand der VW-Käfer seine Fangemeinde.

Schnell entwickelte sich das Auto aus Wolfsburg zu einem Verkaufsschlager. Bereits 1955 feierte Volkswagen das millionste Exemplar, und auch in den USA eroberte der Käfer die Herzen vieler Autofans.

Der VW-Käfer wurde zum meistgebauten Auto der Welt. Die Produktion in Wolfsburg stieß bald an ihre Grenzen, weshalb VW Zweigwerke in Hannover, Kassel, Braunschweig und Emden errichtete. 1974 verlagerte VW die Inlands-Montage vollständig nach Emden.

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VW geriet mit dem Ende des Wirtschaftswunders in eine Absatzkrise. Der Käfer wirkte plötzlich veraltet. Am 19. Januar 1978 verließ der letzte im schlichten Dakota-Beige lackierte und mit Blumen geschmückte VW-Käfer die Produktionsstätte und fand seinen Platz im VW-Museum in Wolfsburg.

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In Mexiko wurde der VW-Käfer mit dem luftgekühlten Boxer-Motor im Heck noch bis 2003 hergestellt. Der Golf als Nachfolger rettete schließlich die Marke VW. Doch der Mythos des Käfers lebt bis heute weiter und ist ein wichtiger Teil der Automobilgeschichte.

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