Heute vor 24 Jahren: Als die D-Mark leise aus dem Alltag verschwand

Heute vor 24 Jahren, am 28. Februar 2002, verschwand die D-Mark endgültig aus dem deutschen Zahlungsverkehr. An diesem Tag konnte man letztmals mit dieser Währung bezahlen. Ein Zahlungsmittel, mit dem Generationen groß wurden, machte Platz für den Euro.

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Banknoten der Deutschen Mark.  © 123RF/johan10

Der 28. Februar 2002 beschreibt nicht das Ende der Existenz der Deutschen Mark (kurz auch: DM) insgesamt, sondern ausschließlich den Zeitpunkt, bis zu dem Verbraucher und Verbraucherinnen in Deutschland mit DM-Banknoten und -Münzen bezahlen konnten.

Ab dem 1. März 2002 war die D-Mark im Handel, bei Dienstleistungen und im täglichen Zahlungsverkehr nicht mehr zulässig. Es war nun nur noch der Euro als Barzahlungsmittel gültig.

Zwar wurde der Euro bereits am 1. Januar 2002 als Bargeld in Umlauf gebracht, trotzdem durfte man in Deutschland noch zwei Monate lang parallel mit D-Mark und Euro zahlen. Diese Übergangsphase sollte den Umstieg erleichtern und Probleme im Zahlungsverkehr vermeiden.

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Der letzte Zahltag wurde festgelegt, um ...

  • einen geordneten Übergang zu ermöglichen,

  • Doppelwährungen im Alltag zeitlich zu begrenzen und

  • Rechtssicherheit für Verbraucher und Handel zu schaffen.

Die zweimonatige Übergangsphase im Jahr 2002 ermöglichte es, vorhandenes Bargeld schrittweise auszugeben oder umzutauschen.

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Letzter Zahltag: Ist die D-Mark jetzt wertlos?

Wichtig ist die Unterscheidung: Der 28. Februar 2002 als offiziell letzter Zahltag bedeutete nicht, dass die Deutsche Mark ihren Wert verloren hat. Zwar konnte man nach diesem Datum nicht mehr mit ihr bezahlen, der Umtausch blieb und bleibt aber erlaubt.

Bis heute tauscht die Deutsche Bundesbank DM-Banknoten und -Münzen kostenlos und ohne zeitliche Begrenzung in Euro um. Grundlage ist der feste Umrechnungskurs von 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

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Münzgeld der Währung Deutsche Mark.  © 123rf/amabilite

Warum die D-Mark bis heute relevant ist

Der 28. Februar 2002 gilt als historischer Stichtag: Er steht für das endgültige Ende der Deutschen Mark im Zahlungsverkehr - und für den Übergang zu einer neuen Währungsära in Deutschland.

Dennoch taucht auch mehr als 20 Jahre später immer mal wieder die Frage nach dem letzten Zahltag der Deutschen Mark auf. Gründe dafür sind etwa alte Geldfunde, Haushaltsauflösungen oder Erbschaften.

In vielen Haushalten schlummern noch immer D-Mark-Bestände. Schätzungen zufolge sollen es insgesamt mehrere Milliarden sein.

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