Heute vor 107 Jahren: Diese Morde gingen in die Geschichte ein

Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erschossen. Ein schwerer Tag für die sozialistische Bewegung in der jungen Weimarer Republik. Als Führer des Spartakusbundes und Beteiligte des Januaraufstands wurden sie von Freikorps-Offizieren in Berlin verhaftet und ohne Gerichtsverfahren ermordet.

Andere erstaunliche Ereignisse gibt's unter heute vor ... Jahren.

Das Verschwinden der Leiche von Rosa Luxemburg

Jedes Jahr wird den getöteten Führern der sozialistischen Bewegung gedacht, so auch am 11.1.2026.  © Christophe Gateau/dpa

Vormals dem linken Flügel der SPD angehörig, bildeten Liebknecht und Luxemburg bald die Spitze des kommunistischen Spartakusbundes, einer eigenständigen parteiunabhängigen Organisation.

In Berlin gründeten die Spartakisten im Dezember 1918 eine eigenständige Partei: die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD).

In Berlin kursierten Flugblätter, die dazu aufriefen, die Führer der Spartakusgruppe zu töten. Karl Liebknecht wurde nach seiner Festnahme "aus nächster Nähe" von hinten erschossen.

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Nach der Festnahme Luxemburgs wurde sie verhört, niedergeschlagen und schließlich durch einen Kopfschuss in die Schläfe getötet.

Die Leiche wurde einfach in den Landwehrkanal geworfen. Heute erinnert ein Denkmal am Katharina-Heinroth-Ufer an den Ort des Verbrechens.

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Was war der Spartakusaufstand? Vom 5. bis 12. Januar 1919 ereigneten sich in Berlin bewaffnete Kämpfe, bei denen der Spartakusbund zwar mitwirkte, ihn aber nicht initiierte. Ziel war es mit einem Generalstreik die Übergangsregierung Eberts zu stürzen.

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Teilnehmer während der Demonstration "Luxemburg-Liebknecht-Ehrung 2026" halten Banner und Plakate.  © Christophe Gateau/dpa

Gedenken an Luxemburg und Liebknecht

Die Gedenkstätte der Sozialisten innerhalb des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde in Berlin.  © Sebastian Gollnow/dpa

Da die Leiche Liebknechts verschwunden war, musste ihr Sarg bei der Beerdigung im Januar leer bleiben. Im Juni wurde ihr Leichnam an der Freiarchenbrücke angetrieben und konnte so am 13. Juni doch noch bestattet werden.

Es gibt Stimmen die behaupten, dass ihr Leichnam nie bestattet wurde und bis heute in der Pathologie der Berliner Charité liegt.

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Die an der Ermordung beteiligten Offiziere wurden im Mai 1919 freigesprochen, was für große öffentliche Empörung sorgte.

Kurt Eisner sagte: "Diese Stunde steht über dem Kampf der Parteien. Die Tat zeugt von einer tiefen inneren Krankheit und Rohheit des deutschen Volkes."

Ihr kompromissloser Einsatz für die sozialistische Revolution macht Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg bis heute zu Symbolfiguren der linken Bewegung. Jährliche Gedenkdemonstrationen verleihen dieser Verehrung Ausdruck.

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