Heute vor 72 Jahren, am 21. Januar 1954, startete in den USA mit der USS Nautilus das weltweit erste atomgetriebene U-Boot. Dieser Tag markierte einen grundlegenden Wandel in der militärischen Seefahrt.
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Am 21. Januar 1954 wurde auf der Werft der Electric Boar Company in Groton im US-Bundesstaat Connecticut das U-Boot USS Nautilus (SSN-571) vom Stapel gelassen.
Es handelte sich um das erste U-Boot der Welt, das nicht von Diesel- oder Elektromotoren, sondern von einem nuklearen Reaktor angetrieben wurde.
Der atomare Antrieb ermöglichte es der Nautilus, über sehr lange Zeiträume unter Wasser zu bleiben. Während konventionelle U-Boote regelmäßig auftauchen oder schnorcheln mussten, konnte die Nautilus wochenlang ohne Auftanken operieren.
Die Entwicklung des U-Bootes war Teil der amerikanischen Aufrüstung im kalten Krieg. Verantwortlich für das Projekt war die US-Navy unter maßgeblicher Beteiligung des Ingenieurs und späteren Admirals Hyman G. Rickover, der als treibende Kraft hinter dem amerikanischen Nuklearbetriebsprogramm gilt.
Es entstand ein erheblicher militärischer Vorteil und eröffnete neue taktische Möglichkeiten der U-Boot-Kriegsführung.
Erprobung und erste Einsätze
Bevor die Nautilus richtig in See stechen konnte, blieb sie zunächst für letzte Tests im Dock. Am 17. Januar 1955 legte sie erstmals mit Atomantrieb ab.
Bei ihrer ersten längeren Einsatzfahrt nach Puerto Rico blieb das Boot durchgehend getaucht, legte 1381 Meilen (circa 2223 Kilometer) in 90 Stunden zurück und stellte damit einen Rekord für getauchte U-Boote auf.
1958 schrieb das U-Boot Geschichte, als es als erstes den Nordpol umrundete.
Bedeutung für die Seefahrt
Mit dem Stapellauf der Nautilus begann ein neues Kapitel der maritimen Technik. Der atomare Betrieb veränderte nicht nur die militärische Seefahrt, sondern beeinflusste auch strategische Konzepte während des kalten Krieges nachhaltig.