Heute vor 146 Jahren: Ein kleines vulkanisches Wunder taucht auf
Heute vor 146 Jahren, am 20. Januar 1880, ereignete sich ein bemerkenswertes Naturphänomen im Ilopango-See in El Salvador: Eine neue Insel tauchte aus dem Wasser auf. Diese Geburt einer Insel verlief zwar relativ unspektakulär, doch die geologischen Hintergründe sind faszinierend.
20. Januar 1880: Eine neue Insel taucht im Ilopango-See in San Salvador auf
Die Entstehung der Insel "Los Quemados" (zu Deutsch: Insel der Verbrannten) im Ilopango-See im Vulkan Ilopango in San Salvador war ein verhältnismäßig stilles Ereignis. Nach einem Erdbeben erhob sich die Insel aus dem Wasser.
Geologen erklären solche Phänomene mit vulkanischen Aktivitäten. Das flüssige Magma im Erdinneren steht unter immensem Druck und kann an schwachen Stellen der Erdkruste austreten. Die abgekühlte Lava bildet dann Erhebungen, die schließlich als Inseln sichtbar werden.
Der Ilopango-See ist ein gefüllter Vulkankrater, und die Insel "Los Quemados" entstand, als zähflüssige Lava durch den Schlot, das Austrittsrohr des Vulkans Ilopango, nach oben quoll und sich ein Kegel aus Stein bildete, was man auch als Lavadom bezeichnet.
Mit einer Höhe von circa 46 Metern und einem Durchmesser von 152 Metern ist die Insel leicht überschaubar. Vögel nutzen das kleine Stück Land, um sich auszuruhen.
Die Insel "Los Quemados", auf der sich lediglich ein eisernes Kreuz und ein paar Pflanzen befinden, ist ein beliebter Anlaufpunkt für Bootstouren. Schließlich ist die Insel ein lebendiger Beweis für die unaufhörliche Dynamik der Erde.
Titelfoto: 123RF/selinairina
