Heute vor 6 Jahren begann mit Sachsen die Maskenpflicht in Deutschland

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Heute vor sechs Jahren, am 20. April 2020, führte Sachsen als erstes Bundesland in Deutschland eine Maskenpflicht ein. Die Regel galt zunächst im öffentlichen Nahverkehr sowie im Einzelhandel und sollte die Ausbreitung von COVID-19 während der Lockerung erster Corona-Beschränkungen reduzieren. Wenige Tage später folgten weitere Bundesländer.

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Maskenpflicht im Einzelhandel in Sachsen während der Corona-Pandemie 2020.
Maskenpflicht im Einzelhandel in Sachsen während der Corona-Pandemie 2020.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Die Entscheidung zur Einführung der Maskenpflicht fiel am 17. April 2020 durch die sächsische Landesregierung. Sie trat bereits wenige Tage später, am 20. April 2020, in Kraft. Ziel war es, das Risiko von Ansteckungen im öffentlichen Raum zu verringern, während gleichzeitig erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen vorbereitet wurden.

Zu diesem Zeitpunkt diskutierten mehrere Bundesländer über ähnliche Maßnahmen, konkrete landesweite Verpflichtungen gab es jedoch noch nicht.

Die Maskenpflicht wurde als ergänzende Schutzmaßnahme zu bestehenden Regeln eingeführt. Dazu gehörten unter anderem Abstandsgebote, Hygieneempfehlungen sowie Einschränkungen bei Veranstaltungen und Kontakten.

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Die Maßnahme zielte insbesondere auf Orte ab, an denen Menschen häufiger auf engem Raum zusammenkommen und der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden kann.

So mussten Bürgerinnen und Bürger anfangs vor allem im öffentlichen Nahverkehr wie Bus, Straßenbahn und Zug sowie beim Einkaufen im Einzelhandel eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Maskenpflicht 2020 - Sachsen führte als erstes Bundesland die Regel ein

Masken tragende Menschen im öffentlichen Nahverkehr.
Masken tragende Menschen im öffentlichen Nahverkehr.  © 123RF/tonefotografia

Die sächsische Landesregierung begründete die Entscheidung mit Empfehlungen von Gesundheitsexperten und internationalen Erfahrungen. Studien und Beobachtungen deuteten darauf hin, dass das Tragen von Masken dazu beitragen kann, Tröpfcheninfektionen zu verringern.

Gleichzeitig sollten Geschäfte schrittweise wieder öffnen können. Die Maskenpflicht wurde daher als zusätzliche Schutzmaßnahme eingeführt, um wirtschaftliche Aktivitäten unter strengeren Hygieneregeln zu ermöglichen.

Zunächst waren einfache textile Masken, Schals oder Tücher ausreichend, um Mund und Nase zu bedecken. Medizinische Masken oder FFP2-Masken wurden erst später in bestimmten Situationen vorgeschrieben.

Maskenpflicht in anderen Bundesländern

Nach der Einführung in Sachsen reagierten auch andere Bundesländer. Innerhalb weniger Tage wurden deutschlandweit ähnliche Vorschriften beschlossen und die Regel entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem bundesweit verbreiteten Bestandteil der Corona-Schutzmaßnahmen.

In vielen Teilen Deutschlands trat eine Maskenpflicht ab dem 27. April 2020 in Kraft.

Die Maskenpflicht als Teil der Strategie zur Eindämmung der Pandemie

Während der COVID-19-Pandemie wurden verschiedene Maßnahmen kombiniert, um Infektionen zu reduzieren. Neben Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln gehörte auch das Tragen von Masken im öffentlichen Raum dazu.

Im Verlauf der Pandemie wurden die Vorschriften mehrfach angepasst. So kamen später strengere Anforderungen an Maskentypen hinzu oder Regeln wurden abhängig von der jeweiligen Infektionslage verändert.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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