Heute vor 41 Jahren wurde das wohl berühmteste Schiffswrack der Welt entdeckt

Heute vor 41 Jahren, am 1. September 1985, gelang einem Forschungsteam im Nordatlantik eine historische Entdeckung: Es fand das Wrack der Titanic. Die Suche begann jedoch nicht mit dem Schiff selbst, sondern mit einer Spur aus Trümmern.

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Der Bug der gesunkenen RMS Titanic in über 3800 Metern Tiefe.  © Mit freundlicher Genehmigung von NOAA/Institute for Exploration/University of Rhode Island (NOAA/IFE/URI)/Public Domain/Wikimedia Commons

Es war die Nacht zum 1. September 1985. An Bord des Forschungsschiffs Knorr verfolgten Wissenschaftler Bilder vom Meeresboden. Seit Tagen suchten sie nach der Titanic.

Kurz vor Mitternacht am 31. August tauchten dann tatsächlich erste Trümmer auf. In den frühen Morgenstunden des 1. September erkannten die Forscher schließlich einen Kessel. Seine charakteristische Form machte klar: Sie waren auf die Titanic gestoßen.

Die entscheidende Idee stammte vermutlich von dem US-Ozeanografen Robert Ballard. Statt auf dem riesigen Meeresboden direkt nach dem Schiff zu suchen, konzentrierte sich sein Team nämlich auf ein mögliches Trümmerfeld.

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Die Titanic war beim Sinken auseinandergebrochen. Schwere Teile wie etwa die Kessel sanken weitgehend nach unten, während andere Trümmer über den Meeresboden verteilt wurden. Genau diese Spur führte die Forscher schließlich zum Wrack.

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Eine Expedition mit geheimer Mission

Ballard arbeitete bei der Suche mit dem französischen Wissenschaftler Jean-Louis Michel zusammen. Beteiligt waren das Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) und das französische Forschungsinstitut IFREMER.

Zum Einsatz kamen die Forschungsschiffe Knorr und Le Suroit sowie moderne Unterwassertechnik. Besonders wichtig war das neu entwickelte Kamera- und Tiefseeschleppsonarsystem Argo, das Bilder vom Meeresboden liefern konnte.

Später wurde bekannt gegeben, dass die Expedition mit einer geheimen Mission der United States Navy verbunden war. Diese interessierte sich für die Wracks der Atom-U-Boote USS Thresher und USS Scorpion, die von Ballard gefunden werden sollten.

Nach Abschluss der militärischen Aufgaben blieb Zeit für die Suche nach der Titanic.

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Die RMS Titanic versank am 15. April 1912 im Nordatlantik nach der Kollision mit einem Eisberg. Mehr als 1500 Menschen starben bei dem Unglück. Das Wrack selbst blieb jahrzehntelang verschollen, bis es 73 Jahre später in über 3800 Metern Tiefe von einem Forschungsteam entdeckt wurde.

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