Betrug bei Führerscheinprüfung: Arzt muss eingreifen

Von Björn Kirsch

Schongau - Wegen des Verdachts auf Betrug bei der theoretischen Führerscheinprüfung sind zwei Männer im oberbayerischen Schongau vorläufig festgenommen worden.

In mehr als 4200 Fällen versuchten sich Teilnehmer im vergangenen Jahr durch die Theorieprüfung zu mogeln. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Ein 40-Jähriger aus Dortmund soll dem 24 Jahre alten Prüfling mithilfe einer Kamera am T-Shirt und einem kleinen Stecker im Ohr geholfen haben, teilte die Polizei mit.

Eine zivile Streife habe den 40-Jährigen, der sich in der Umgebung vom Prüfungsraum aufhielt, festnehmen können. Der 24-Jährige sei ebenfalls festgenommen worden. 

Gegen die beiden werde nun unter anderem wegen Fälschung beweiserheblicher Daten und Fälschung technischer Aufzeichnungen ermittelt.

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Die Polizei geht davon aus, dass noch eine dritte Person beteiligt war, die die Lösungen vorsagte. Der Stecker im Ohr musste dem Mann im Krankenhaus entfernt werden.

Solch ein Vorfall ist kein Einzelfall: Bei der Führerscheinprüfung wird immer raffinierter betrogen. 4239 Täuschungsversuche sind bundesweit im vergangenen Jahr bei theoretischen Prüfungen vom TÜV-Verband registriert worden.

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In mehr als jedem dritten Fall (36 Prozent) kamen wie auch bei diesem Vorfall Mini-Kameras oder kaum sichtbare Ohrhörer zum Einsatz.

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