Mutter soll Krebserkrankung ihres Sohnes vorgetäuscht haben - 350.000 Euro ergaunert?

Von Oliver Pietschmann

Gießen - Sie soll eine Krebserkrankung ihres Sohnes vorgetäuscht und mit Spendenaufrufen 350.000 Euro ergaunert haben.

Über drei Jahre hinweg hatte die Frau über Medien und Internetplattformen zu Spenden für ihren angeblich krebskranken Sohn aufgerufen. (Symbolbild)  © 123rf/christingasner

Die Staatsanwaltschaft Gießen hat gegen die 42-Jährige Anklage wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 13 Fällen erhoben.

Sie soll über diverse Medien und Internetplattformen zwischen September 2021 und Oktober 2024 die Krankheit ihres zum Tatzeitpunkt fünf bis acht Jahre alten Sohnes vorgetäuscht haben, teilte die Anklagebehörde mit.

Der Anklageschrift würden umfangreiche Ermittlungen zugrunde liegen. Unter anderem eine Wohnungsdurchsuchung, bei der Unterlagen und Datenträger sichergestellt wurden. Zudem seien zahlreiche Zeugen befragt und Konten ausgewertet worden.

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Anfang 2024 sei das Kind in Obhut des Jugendamtes genommen worden. Ermittlungen gegen den Vater seien mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden.

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Die einschlägig vorbestrafte 42-Jährige habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das Landgericht müsse nun über eine Zulassung der Anklage entscheiden.

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