Berlin - Seit Jahresbeginn mehren sich Schockanrufe, die gezielt ältere und russischsprachige Berliner ansprechen.
Die unbekannten Täter geben sich am Telefon als verzweifelte Verwandte aus, die angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht haben.
Anschließend meldet sich ein angeblicher Polizeibeamter und fordert eine sofortige Kautionszahlung, um eine angebliche Haft zu verhindern.
Allein bis zum 24. Februar 2026 wurden in Berlin rund 20 Fälle registriert, bei denen den Opfern zusammen etwa 400.000 Euro entwendet wurden.
Erst am Montag erhielt ein 84-Jähriger in Spandau einen solchen Anruf: Zunächst gab sich die Anruferin als Schwiegertochter aus, kurz darauf meldete sich ein vermeintlicher Polizist und verlangte Geld für die Kaution. Ein Bote holte die Summe ab und verschwand.
Die Polizei warnt davor, bei entsprechenden Anrufen misstrauisch zu sein, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und unbedingt Familienangehörige oder die Polizei zu informieren. Geld sollte niemals an unbekannte Personen übergeben werden. Im Notfall kann die Polizei über die 110 kontaktiert werden.