Betrüger bringen Oberpfälzer um über 300.000 Euro: Polizei warnt

Von Irena Güttel und Benedikt Zinsmeister

Regensburg - Ein 60-Jähriger aus der Oberpfalz ist über Monate hinweg von Anlagebetrügern um mehr als 300.000 Euro gebracht worden.

Die Polizei warnt und gibt Tipps, wie man sich vor solchen Betrügern schützen kann. (Symbolfoto)
Die Polizei warnt und gibt Tipps, wie man sich vor solchen Betrügern schützen kann. (Symbolfoto)  © Marijan Murat/dpa

Die Polizei konnte am Montag einen 69 Jahre alten Verdächtigen im Haus des Opfers im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz vorläufig festnehmen. Die Polizei rät bei Anlageversprechen mit mutmaßlich hohem Gewinn, aufmerksam zu sein und sich gegebenenfalls an die Polizei zu wenden.

Der 60-Jährige hatte nach Angaben der Ermittler bereits im vergangenen Mai Anzeige erstattet, nachdem er auf ein betrügerisches Angebot hereingefallen und eine Summe im unteren fünfstelligen Eurobereich überwiesen hatte.

Danach hätten die Täter den Mann immer wieder kontaktiert und zur Zahlung von angeblichen Servicegebühren aufgefordert, die er auf maltesische Konten überwies.

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Auch bei dem 60-Jährigen zu Hause tauchten angebliche Anlagevertreter auf.

Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.

Anlagebetrug: Polizei gibt Tipps

Das Polizeipräsidium Oberpfalz empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern, misstrauisch zu sein, wenn ihnen sogenannte Broker oder Anlagevertreter hohe Gewinne oder Auszahlungen versprechen. Niemals sollte man angebliche Service- oder Verwaltungsgebühren zahlen, insbesondere wenn die Forderungen per E-Mail oder telefonisch gestellt würden.

Seriöse Unternehmen verlangen keine Zahlungen auf private Konten und nicht auf solche im Ausland, hieß es weiter. Bei verdächtigen Angeboten sollten Betroffene eine zweite Meinung einholen und bei Kontaktaufnahmen die Polizei informieren.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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