Bielefeld / Frankfurt am Main - Vor knapp zwei Wochen spielten sich in einem Mehrfamilienhaus in Bielefeld schreckliche Szenen ab. Eine Frau wurde tot in einer Kühltruhe gefunden, jetzt gelang den Beamten ein Durchbruch bei den Ermittlungen.
Am Abend des 12. April wurde die Polizei in Bielefeld von einem Mann alarmiert, der die sterblichen Überreste seiner Schwester in einer Kühltruhe ihres Wohnhauses gefunden hatte.
Noch am Tatort fanden die Ermittler Spuren, die auf den Täter hinwiesen, so ein Sprecher der Polizei. Diese führten direkt zu einem 32-Jährigen mit deutscher Staatsbürgerschaft, der jedoch ohne festen Wohnsitz lebte.
In Zusammenarbeit mit der Polizei aus Frankfurt am Main konnte der Verdächtige am Dienstagabend in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs festgenommen werden. Einen Tag später stand der 32-Jährige vor dem Amtsgericht Bielefeld.
Vor den Richtern gab er offen zu, seine damalige Freundin getötet und in den Eisschrank gelegt zu haben, jedoch soll er an jenem schicksalshaften Abend "aus Notwehr" gehandelt haben. Die Beziehung soll bereits vor dem tödlichen Streit von gegenseitiger Gewalt geprägt gewesen sein.
Das Amtsgericht erließ gegen den 32-Jährigen einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags.
Das ist zur Todesursache bekannt
Eine Obduktion konnte die genaue Todesursache der Frau nicht eindeutig klären. Der Leichnam wies mehrere Verletzungen an Kopf und Torso auf. Entweder starb die Frau durch Ersticken oder durch eine "stumpfe Gewalteinwirkung im Halsbereich".
Die Untersuchungshaft trat der Mann gleich im Anschluss an die Verhandlung an.