Fahndung: Polizist bei Nazi-Demo mit Pyrotechnik beschossen und am Kopf verletzt

Mainz - Aus nur wenigen Metern Entfernung wurde ein Polizist mit einem "pyrotechnischen Geschoss" angegriffen und verletzt - die Attacke erfolgte bei einer Demonstration der rechtsextremen Kleinst-Partei "Neue Stärke" in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz. Staatsanwaltschaft und Polizei fahnden nun öffentlich mit einem Foto nach dem Täter.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Mainz fragen: Wer kennt den Mann auf diesem Foto oder kann Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben?
Polizei und Staatsanwaltschaft in Mainz fragen: Wer kennt den Mann auf diesem Foto oder kann Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben?  © Polizei Rheinland-Pfalz

Die Demonstration der rechtsextremistischen "Neue Stärke Partei" (NSP) fand bereits am 16. Juli im vergangenen Jahr statt, wie die Staatsanwaltschaft Mainz und das Polizeipräsidium Mainz gemeinsam mitteilten. Am selben Tag gab es auch mehrere Gegendemonstrationen in der Stadt.

Ein Polizeibeamter wurde demnach in der Hattenbergstraße an der Einmündung zur Zwerchallee vor einem Bistro attackiert. Laut einem Sprecher wurde der Kopf des Ordnungshüters mit einem "pyrotechnischen Geschoss" angegriffen und verletzt.

Der unbekannte Täter floh am Anschluss. Es gelang den Ermittlern jedoch inzwischen, ein Foto des Mannes sicherzustellen.

Der Gesuchte wird wie folgt beschrieben:
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  • circa 30 Jahre alt
  • helle Haut
  • blonde Haare, die am 16. Juli 2022 zu einem Kurzhaarschnitt frisiert waren

Bei dem Angriff war der Mann mit einer Jeans, einer dunklen Jacke, einem roten Schlauchschal und schwarzen Handschuhen bekleidet.

"Neue Stärke Partei" gilt als "Sammel-Becken für gewalttätige Neonazis"

Hinweise zu dem Gesuchten nimmt die Polizeiinspektion Mainz unter der Telefonnummer 06131654112 entgegen. Ebenso können sich Zeugen per E-Mail an die Adresse pimainz1@polizei.rlp.de an die Beamten wenden.

Die "Neue Stärke Partei" entstand ursprünglich in Thüringen, sie wurde im Mai 2020 gegründet. Sie gilt laut einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) als "Sammelbecken für gewalttätige Neonazis".

Die Sicherheitsbehörden in Deutschland haben die NSP demnach im Visier.

Titelfoto: Polizei Rheinland-Pfalz

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