Mit Mäusegift: Vater soll versucht haben, Tochter (3) zu töten

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Von Ulf Vogler und Andrea Königl

Landshut - Wegen versuchten Mordes mit Mäusegift an seiner erst drei Jahre alten Tochter muss sich ein 28-Jähriger vor dem Landshuter Landgericht verantworten.

Der 28-Jährige soll im Dezember 2024 versucht haben, seine dreijährige Tochter in der gemeinsamen Wohnung zu vergiften.
Der 28-Jährige soll im Dezember 2024 versucht haben, seine dreijährige Tochter in der gemeinsamen Wohnung zu vergiften.  © Armin Weigel/dpa

Zu Beginn des Prozesses erklärte der Verteidiger des Angeklagten, dass der Vorwurf in vollem Umfang zurückgewiesen werde.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wollte der beschuldigte Vater sich durch den geplanten Mord die Unterhaltszahlungen für die Tochter sparen.

"Er strebte ungezügelt und rücksichtslos nach Gewinn um jeden Preis, auch um den eines Menschenlebens", heißt es in der Anklageschrift, die dem Mann Habgier und Heimtücke vorwirft.

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Das Verbrechen hatte der getrennt von der Kindesmutter lebende Mann nach Ansicht der Anklagebehörde Ende 2024 mindestens etwa einen Monat lang geplant. Er soll verschiedene Varianten eines Mordanschlags geprüft haben.

Der Vater soll dann eine mit Aluminiumphosphid gefüllte Plombe aus Frischhaltefolie in den Mund des Kindes gesteckt haben. Das Mittel ist ein frei verkäufliches Gift zur Bekämpfung von Wühlmäusen.

Prozess in Landshut: Wollte Vater der Mutter den Mordanschlag in die Schuhe schieben?

Dem Angeklagten werden im Verhandlungssaal des Landgerichts die Handschellen abgenommen.
Dem Angeklagten werden im Verhandlungssaal des Landgerichts die Handschellen abgenommen.  © Armin Weigel/dpa

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der angeklagte Afghane die Tat der Mutter in die Schuhe schieben wollte.

Daher habe er die Tochter an die Frau übergeben, nachdem das Mädchen die Giftplombe geschluckt habe und noch am Leben gewesen sei. Laut der Anklage erbrach das Kind dann im Beisein der Mutter die Plombe. Die Polizei stellte später die Giftpackung sicher.

Das Mädchen kam sofort in ein Kinderkrankenhaus. Es überlebte den mutmaßlichen Anschlag ohne weitere gesundheitliche Folgen.

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Für den Prozess sind noch mehrere weitere Verhandlungstage geplant. Das Urteil soll Anfang November fallen.

Titelfoto: Bildmontage: Armin Weigel/dpa (2)

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