Mann bei Treffen in Hasenheide niedergestochen: Angeklagter hüllt sich vor Gericht in Schweigen

Von Anne Baum, Denis Zielke

Berlin - Nach einer Messerattacke im Volkspark Hasenheide vor rund sechs Monaten steht ein 20-Jähriger vor dem Berliner Landgericht.

Der Verdächtige wurde im Oktober vergangenen Jahres in der Wohnung seiner Eltern in der Allerstraße im Neuköllner Schillerkiez festgenommen.  © Denis Zielke/TAG24

Er soll einen damals 44 Jahre alten Mann so schwer mit einem Messer verletzt haben, dass dieser in Lebensgefahr schwebte und notoperiert werden musste. Der Verteidiger sagte zu Prozessbeginn, sein Mandant schweige zu den Vorwürfen.

Die Anklage lautet zunächst auf gefährliche Körperverletzung. Das Gericht erteilte allerdings den Hinweis, dass nach vorläufiger Würdigung auch eine Verurteilung wegen versuchten Mordes in Betracht komme.

Der deutsche Angeklagte soll sich am 14. September 2025 mit dem späteren Opfer an einem U-Bahnhof getroffen haben.

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Sie seien anschließend gemeinsam zum Volkspark Hasenheide gegangen. Möglicherweise sei es zunächst zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen, hieß es im Prozess. Laut Anklage habe der 20-Jährige "unvermittelt kraftvoll mit einem Messer in Brust und Bauch gestochen".

Einsatzkräfte der Polizei und des LKA nahmen den Angeklagten am 13. Oktober 2025 in der Wohnung seiner Eltern in der Allerstraße im Neuköllner Schillerkiez fest, nachdem unter anderem Videoaufnahmen aus einer Überwachungskamera der Berliner Verkehrsbetriebe ausgewertet worden waren.

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Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bislang drei weitere Verhandlungstage bis zum 22. April vorgesehen.

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