Tonnenweise Marihuana nach Berlin geschmuggelt: Bandenmitglieder müssen bis zu 15 Jahre in den Knast

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Berlin - Eine internationale Drogenbande hat über Monate hinweg tonnenweise Marihuana nach Deutschland geschmuggelt. Das Landgericht Berlin hat nun zehn Männer im Alter zwischen 25 und 51 Jahren zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Das Berliner Landgericht sprach mehrjährige Strafen gegen die Mitglieder einer internationalen Drogenhändler-Bande aus. (Archivfoto)
Das Berliner Landgericht sprach mehrjährige Strafen gegen die Mitglieder einer internationalen Drogenhändler-Bande aus. (Archivfoto)  © Monika Skolimowska/dpa

Die drei Hauptangeklagten wurden laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Cannabis in sieben Fällen schuldig gesprochen.

Eine zentrale Rolle soll der 48-jährige Mohamad G. gespielt haben. Unter Einbeziehung eines älteren Urteils muss er insgesamt 15 Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Der 45-jährige Andrej F. wurde zu acht Jahren und neun Monaten, der 41-jährige Dmitrij P. zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Dmitrij P. war der einzige Angeklagte, der sich im Prozess vollständig geständig zeigte.

Die Gruppe schmuggelte zwischen August 2023 und November 2024 insgesamt 7,7 Tonnen Marihuana nach Deutschland. Die Drogen sollten anschließend in Berlin verkauft werden.

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Sechs der sieben Lieferungen enthielten jeweils rund 1,1 Tonnen Cannabis und wurden auf dem Seeweg von Kanada nach Deutschland gebracht. Das Marihuana war in Hohlräumen von Holzladungen versteckt. Mithilfe von Tarnfirmen sollte der Schmuggel als legaler Warenverkehr erscheinen.

Die Bande ging laut Gericht arbeitsteilig und hochprofessionell vor, um Zollkontrollen zu umgehen. Die letzte Lieferung konnte von den Ermittlern beschlagnahmt werden.

Gericht sieht Fall internationaler Organisierter Kriminalität

Gleich tonnenweise schmuggelte die Bande die Drogen nach Berlin. (Symbolfoto)
Gleich tonnenweise schmuggelte die Bande die Drogen nach Berlin. (Symbolfoto)  © Michael Brandt/dpa

Die weiteren sieben Angeklagten erhielten wegen Beihilfe Haftstrafen zwischen einem Jahr und sechs Monaten und fünf Jahren. Zwei Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Außerdem ordnete das Gericht die Einziehung der jeweiligen Taterträge an. Mohamad G. und Andrej F. sollen jeweils 2,34 Millionen Euro zahlen. Bei den übrigen Beteiligten lagen die festgestellten Gewinne deutlich niedriger.

Die Vorsitzende der Strafkammer betonte in der Urteilsbegründung, dass es sich nicht um Bagatelldelikte im Zusammenhang mit der Legalisierung von Marihuana handele. Vielmehr habe das Gericht einen Fall internationaler Organisierter Kriminalität festgestellt.

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Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann mit einer Revision beim Bundesgerichtshof angefochten werden.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa

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