Frau in Chemnitz von Ampel erschlagen: Unfallfahrer verurteilt

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Chemnitz - Viktor P. (23) übersah eine "rote" Ampel - und führte so einen Domino-Unfall herbei, der vier Personen verletzte und eine Frau das Leben kostete. Am Montag wurde der Fall am Amtsgericht verhandelt.

Viktor P. (23) kam mit einer Bewährungsstrafe davon.
Viktor P. (23) kam mit einer Bewährungsstrafe davon.  © Harry Härtel/Haertelpress

Viktor P. fuhr am Mittag des 3. Juli 2024 mit einem Mercedes-Kleintransporter im Ortsteil Altchemnitz und bog an der Kreuzung Annaberger Straße/Heinrich-Lorenz-Straße links ab.

Der Ukrainer übersah, dass er "Rot" hatte, kollidierte mit einer Straßenbahn. "Hierdurch wurde der Kleintransporter mitgeschleift und mit der Beifahrerseite gegen den gegenüber der Einmündung der Heinrich-Lorenz-Straße auf der Fußgängerinsel stehenden Ampelmast geschleudert", so die Staatsanwaltschaft.

Der Ampelmast kam zu Fall und stürzte auf die Passantin Evelyn K. (63), die gerade mit einer Arbeitskollegin von der Mittagspause kam. Für Evelyn kam jede Hilfe zu spät - sie starb noch am Unfallort.

Staatsanwalt sicher: Chemnitzer Pflege-Mitarbeiter erdrosselte Rentnerin mit Schlafanzug
Gerichtsprozesse Chemnitz Staatsanwalt sicher: Chemnitzer Pflege-Mitarbeiter erdrosselte Rentnerin mit Schlafanzug

"Es tut mir sehr leid", sagte Viktor P. im Prozess. Der in Belgien lebende junge Mann war mit seinem Vater auf dem Weg, um Autoersatzteile zu kaufen.

Der Kleintransporter übersah die "rote" Ampel und krachte gegen die Straßenbahn.
Der Kleintransporter übersah die "rote" Ampel und krachte gegen die Straßenbahn.  © Harry Härtel/Haertelpress

Unfallfahrer erhält Bewährungsstrafe

Evelyn K. (†63) wurde von diesem Ampelmast erschlagen.
Evelyn K. (†63) wurde von diesem Ampelmast erschlagen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Während der Verhandlung zeigte sich, dass an dem Kleintransporter keine technischen Mängel festgestellt wurden. Die Rotphase der Ampel hatte Viktor "einfach übersehen". Heute habe er immer noch Ängste, wenn er eine Straßenbahn sieht.

Der nicht vorbestrafte Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in vier Fällen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.

Darüber hinaus muss er innerhalb eines Jahres 4800 Euro an eine gemeinnützige Gesellschaft zahlen.

Chemnitzer Pflegeheim-Betreiber nach Pleite vor Gericht
Gerichtsprozesse Chemnitz Chemnitzer Pflegeheim-Betreiber nach Pleite vor Gericht

Richter Christian Goltz (63): "Das Leben ist manchmal auch fragil und schneller zu Ende, als man denkt".

Titelfoto: Bildmontage: Harry Härtel/haertelpress (2)

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Chemnitz: