Rentnerin in Chemnitzer Pflegeheim getötet: Freund des mutmaßlichen Killers sagt aus

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Chemnitz - Wann begann der mutmaßliche Todes-Pfleger Mouemen A. (23), der in einem Chemnitzer Pflegeheim eine Patientin (†91) erdrosselt haben soll, eine psychische Störung zu entwickeln? Beim zweiten Verhandlungstag am Chemnitzer Landgericht sagte ein Freund des Libanesen aus. Auch ein Gutachter wurde gehört.

Mouemen A. (23) steht wegen Totschlags vor Gericht.
Mouemen A. (23) steht wegen Totschlags vor Gericht.  © Haertelpress

Der Zeuge sagte am Donnerstag per Videoschalte vor Gericht aus, dass Mouemen im Libanon aktiv am Leben teilgenommen habe: So habe er sich für Social Media interessiert und sogar eine Freundin gehabt.

Als er nach Deutschland kam, soll sich das Verhalten des Beschuldigten "um 180 Grad" gedreht haben. "Sein Gesicht war schmaler, man hat auch eine Erschöpfung gesehen", so der Zeuge.

Aber auch innerlich schien Mouemen zunehmend verwirrt zu sein: "Er hat mit sich selbst nachts gesprochen." Einer der Auslöser hierfür soll gewesen sein, dass die Mutter des Pflegers ein Verhältnis mit einem anderen Mann gehabt haben soll.

Chemnitzer Pflegeheim-Betreiber nach Pleite vor Gericht
Gerichtsprozesse Chemnitz Chemnitzer Pflegeheim-Betreiber nach Pleite vor Gericht

Dennoch: Auch seine Freunde im Libanon haben ihn niemals als gewalttätig wahrgenommen.

Als Mouemen dann am 18. Januar die Seniorin in dem Pflegeheim erdrosselt haben soll, sollte zwei Tage später das Kündigungsgespräch stattfinden - davon wusste der junge Mann allerdings nichts.

In diesem Pflegeheim fand das Verbrechen statt.
In diesem Pflegeheim fand das Verbrechen statt.  © Kristin Schmidt

Einige Mitarbeiter sagten aus, dass er keine Lust auf die Ausbildung hatte. Ein Gutachter erklärte, dass die Patientin Klara Liane M. einige Vorerkrankungen hatte - der Täter musste also keine volle Kraft anwenden, um sie zu töten. Am Montag wird die Verhandlung fortgesetzt.

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt, Haertelpress

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