Junge vorm CFC-Stadion missbraucht: Haft-Nachschlag für Kinderschänder
Chemnitz - Er hatte es wieder getan: Obwohl Kinderschänder Danilo K. (49) bereits im Gefängnis sitzt, musste er am Montag erneut vor Gericht erscheinen. Er missbrauchte abermals einen Jungen - allerdings geschah dies vor seinem Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen.
Für die Justiz ist Danilo kein Unbekannter: Er missbrauchte von 2017 bis 2022 die Kinder seiner Freunde, darunter auch die eigene Stieftochter. Dabei filmte der Mann seine Gräueltaten mit der Kamera. Der Chemnitzer kassierte dafür im Februar 2023 am Landgericht eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren, sitzt seitdem in der JVA Waldheim.
In Handfesseln musste Danilo am Montag wieder vor dem Landgericht erscheinen. Die neue Anklage: Im Mai 2018 fuhr der Mann mit dem kleinen Sascha (damals 11, Name geändert) zu dessen Tante. Was dann passierte, fasst Staatsanwältin Sissi Gizder (35) zusammen: Der Angeklagte habe auf dem Parkplatz vorm CFC-Stadion dem Kind die Hose heruntergezogen und ihn oral missbraucht.
Doch damit hörte das Martyrium des Kleinen nicht auf: In der Zeit von Juli 2018 bis August 2019 zwang Danilo Sascha erneut zum Oralverkehr - diesmal in der Chemnitzer Wohnung des Sexualstraftäters. Am Montag gestand der Kinderschänder die Vorwürfe.
Weil die Taten vor der ersten Verurteilung geschahen und Danilo sich in Haft einer sozialtherapeutischen Therapie unterzog, wurde er gestern unter Einbeziehung des ersten Urteils zu sechseinhalb Jahren verurteilt. Bedeutet: Ein Jahr gibt es zur bereits bestehenden Haftstrafe obendrauf.
Weil die Taten vor der ersten Verurteilung geschahen und Danilo sich in Haft einer sozialtherapeutischen Therapie unterzog, wurde er am Montag unter Einbeziehung des ersten Urteils zu sechseinhalb Jahren verurteilt.
Bedeutet: Ein Jahr gibt es zur bereits bestehenden Haftstrafe obendrauf.
Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress
