Chemnitz - Er stand vor Gericht, weil er während des Dienstes einen jungen Mann (22) geschlagen hatte und rassistisch beleidigt haben soll.
Der Chemnitzer Polizist F. (39) wurde am Dienstag am Amtsgericht wegen Körperverletzung im Amt, sowie Verfolgung Unschuldiger zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt.
Richterin Gudrun Trautmann (64) sah es als erwiesen, dass der Angeklagte 2023 bei einer Kontrolle im Chemnitzer Zentrum dem Geschädigten mit der linken Hand ins Gesicht schlug.
Dass der Beamte in einer Abwehr- oder Notwehrsituation handelte, erkannte das Gericht nicht. Eine fremdenfeindliche Beleidigung konnte nicht nachgewiesen werden, weil es Aussage gegen Aussage stand.
Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre, überdies muss F. 1000 Euro an einen gemeinnützigen Verein zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.