Nazi lässt sich Finger abhacken, um Stütze zu kassieren: Fall landet jetzt vor Gericht!

Chemnitz - Nach einem erlogenen Macheten-Überfall angeblicher Linksextremisten auf einen bekannten Neonazi im Stadtpark Chemnitz hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen dessen Komplizen (37) erhoben.

Die Polizei streift auf der Suche nach Beweisen durch den Stadtpark.
Die Polizei streift auf der Suche nach Beweisen durch den Stadtpark.  © Härtelpress

Der Vorwurf gegen den Deutschen lautet auf gefährliche Körperverletzung.

Er soll mit dem damals 29-Jährigen vereinbart haben, ihm die linke Hand abzutrennen, damit er infolge der Behinderung staatliche Leistungen kassieren kann, sagte Staatsanwältin Ingrid Burghart (59): "Verabredet war, dies als linksextremen Überfall darzustellen."

Doch es ergaben sich Widersprüche.

Trio soll Frau zu Prostitution gezwungen haben, doch das Opfer ist abgetaucht
Gerichtsprozesse Chemnitz Trio soll Frau zu Prostitution gezwungen haben, doch das Opfer ist abgetaucht

Drei Finger wurden später in einem Glascontainer gefunden.

Die Ermittlungen kehrten sich gegen den geschädigten Mann selbst, unter anderem wegen Vortäuschens einer Straftat. Wann hier Anklage erhoben wird, ist unbekannt.

Bizarr: Offenbar hatte der Helfer mit der Machete schlecht getroffen und drei Finger statt der ganzen Hand erwischt. Laut Staatsanwaltschaft ist der Angeklagte wegen Körperverletzungen und Diebstählen vorbestraft.

Titelfoto: Härtelpress

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Chemnitz: