Mord an Chemnitzer Kardiologe Kleinertz (†69): Revision gegen Urteil eingelegt

Von Andreas Hummel, Yesmina-Giselle Berndt

Chemnitz - Das Urteil zum Mord am Herzspezialisten Klaus Kleinertz (†69) aus Chemnitz wird vorerst nicht in vollem Umfang rechtskräftig. Alle drei Verurteilten haben Revision eingelegt, wie eine Sprecherin des Landgerichts Chemnitz informierte.

Michael C. und Annegret K. sind zwei der drei Verurteilten im Mordprozess um Klaus Kleinertz (†69).
Michael C. und Annegret K. sind zwei der drei Verurteilten im Mordprozess um Klaus Kleinertz (†69).  © Bildmontage: Härtelpress

Da die Frist dafür noch bis Mitternacht laufe, könne noch nichts zur Rechtskraft des Urteils bezüglich der beiden anderen Angeklagten - darunter die Witwe des Arztes - gesagt werden, erklärte die Sprecherin am Mittag.

Am späten Montagnachmittag ist klar: "Sämtliche drei Angeklagte haben zwischenzeitlich Revision eingelegt".

Die Schwurgerichtskammer hatte die Witwe und ihre beiden mutmaßlichen Komplizen vorige Woche zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Nach Überzeugung der Richter hatten sie den 69-Jährigen im März 2024 heimtückisch und aus Habgier ermordet.

Alle drei sind Deutsche. Ihre Rechtsanwälte hatten auf Freispruch plädiert, Staatsanwalt und Nebenklage eine Verurteilung wegen Mordes beantragt.

Titelfoto: Bildmontage: Härtelpress

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