Toter im Plattenbau: Mordprozess in Chemnitz startet
Chemnitz - Im Februar wurde ein Mann tot in einem Hochhaus an der Zwickauer Straße in Chemnitz aufgefunden. Ein halbes Jahr später steht nun der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht Chemnitz. Die Anklage: Mord.
Das Opfer wurde am Abend des 26. Februars in dem Haus gefunden. "In einem der Räume stießen die Beamten auf einen leblosen Mann, der augenscheinlich Opfer eines Gewaltdeliktes geworden war", teilte die Polizei damals mit.
Medizinische Hilfe kam für den Mann zu spät. Ein Gerichtsmediziner bestätigte den gewaltsamen Tod des Mannes.
Mittlerweile haben Ermittlungen erste Klarheit in dem Fall gebracht. Murat B. (42) soll den Algerier ermordet haben. Zuvor habe er ihm vorgegaukelt, zwei Gramm Kokain kaufen zu wollen. Das Opfer ging davon aus, einen neuen Kunden für seine Drogengeschäfte gewonnen zu haben.
Daher öffnete der Algerier die Tür. Daraufhin habe B. mit einer sieben bis neun Zentimeter langen Klinge auf ihn eingestochen. Er traf sein Opfer direkt ins Herz.
Aus welchen Gründen B. auf sein Opfer einstach, ist bisher unklar. Das könnte der Prozess, der am 23. Oktober startet, klären, insofern sich der Russe einlässt. Insgesamt hat das Landgericht sechs Verhandlungstage angesetzt.
Titelfoto: Uwe Meinhold
