Urteil gefallen: Haft und Alkohol-Entzug für Chemnitzer Serien-Zündlerin

Chemnitz - Immer, wenn sie exzessiv Alkohol trank, machte Luise D. (22) Spaziergänge durch Chemnitz. Auf ihren Streifzügen zündete sie Müllcontainer an und besprühte in der Vergangenheit Blitzer mit bunter Farbe. Erst im Dezember 2021 wurde die gebürtige Niedersächsin verurteilt. Doch die Bewährungsstrafe schreckte sie nicht ab.

Luise D. (22) zündelte im Alkoholrausch und muss nun in die Entzugsklinik.
Luise D. (22) zündelte im Alkoholrausch und muss nun in die Entzugsklinik.  © Haertelpress

"Bleibt die Sache unbehandelt, drohen die nächsten Taten", resümierte Psychiatrie-Professor Peter Schönknecht (52) in seinem Gutachten.

Luise D. hat ein Abi in der Tasche und wollte in Chemnitz studieren. Doch ihre Alkoholsucht machte ihr einen Strich durch die Rechnung. An manchen Tagen trank sie zwei Flaschen Kirsch-Likör.

So auch am 9. Februar, als sie wieder durch Chemnitz zog und mit 2,1 Promille im Blut fünf Mülldepots im "Heckert" anzündete (Schaden: 2100 Euro). "Ich habe keinen Spaß am Feuer, kann es mir nicht erklären."

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Gründe sind laut Gutachter ihre Alkoholsucht und eine Persönlichkeitsstörung. Eine Beteiligung an der Brandstiftung an der Türkisch-Islamischen Moschee in der Zieschestraße, die international Schlagzeilen gemacht hatte, bestritt sie.

Von dem Vorwurf der Brandstiftung in der Zieschestraße wurde die 22-Jährige freigesprochen.
Von dem Vorwurf der Brandstiftung in der Zieschestraße wurde die 22-Jährige freigesprochen.  © Haertelpress

Da D. bereits anderthalb Monate nach ihrer ersten Verurteilung (66 Blitzer und Containerbrände) wieder zündelte, verhängten die Richter wegen fünffacher Sachbeschädigung 14 Monate Haft in der Entzugsklinik.

Titelfoto: Haertelpress

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