Dresden - Vor über zehn Jahren war er DER Dealer in Dresden, doch erst jetzt landete der Albaner Kreshnik C. (37) vor dem Landgericht: Zwischen den Jahren 2012 und 2014 soll er den Handel mit kiloweise Marihuana im Großraum Dresden organisiert haben. Trotzdem erwartet ihn nur eine milde Strafe.
Er selbst verkaufte nur an Großdealer: Mal 42 Kilo, mal 28 Kilo - im Wesentlichen kümmerte sich Kreshnik um die Organisation des Drogenhandels und die Bezahlung. Das alles räumt er ohne Umschweife vor Gericht ein.
Es ist Teil einer Absprache mit dem Gericht, wonach er gegen ein Geständnis höchstens zwei Jahre Haft auf Bewährung bekommen soll.
Lange hinter Gittern bleibt er trotzdem, denn nach dem Prozess geht es für ihn zurück nach Griechenland. Dort muss er 15 Jahre wegen Mordes absitzen.
"Es gab eine familiäre Auseinandersetzung", räumt er ein. "Da ist es passiert, dass jemand gestorben ist, deshalb wurde ich wegen Mordes verurteilt."
Dresdner Dealer wurde in Albanien und Griechenland gesucht
Zuvor wurde er jahrelang sowohl in Albanien als auch in Griechenland gesucht, floh deshalb 2011 nach Deutschland und stieg in den Drogengroßhandel ein. Als es auch hier zu heiß für ihn wurde, floh er weiter, wurde schließlich 2020 in Brüssel verhaftet.
Der Prozess wird fortgesetzt.