Angelo soll als Freigänger mit Drogen gedealt haben
Dresden - Wenn die Anklage stimmt, dürfte er eine der höchsten Rückfallgeschwindigkeiten in der Strafjustiz hingelegt haben. Angelo D. (51) soll schon wieder mit Drogen gedealt haben, als er noch Freigänger im Knast war! Nun ist erneut Prozess am Landgericht Dresden gegen den Italiener.
Eigentlich hatten die Fahnder Anfang 2025 einen ganz anderen Drogenhändler im Visier. Nach einer anonymen Anzeige, dass der vermeintliche Dealer Rauschgift von Polen über Sachsen bis nach Nordfriesland bringt, wurde er observiert, sein Telefon überwacht. "Ab März trat er dabei massiv in Erscheinung", so der Ermittler im Gericht.
Demnach mischte Angelo bei Telefonaten oder Treffen mächtig mit. So rief er laut Polizei den eigentlich Überwachten an und sagte: "Der Pole kommt, wir müssen nach Bautzen."
Was für die Fahnder ein sicheres Zeichen war, dass Angelo in die Drogenlieferungen aus dem Nachbarland eingebunden war.
Logisch, dass die Fahnder Angelo ebenfalls überwachten und Erkundigungen einholten: "Er war zu dem Zeitpunkt Freigänger in Bautzen", so der Polizist.
Der Freigang wurde für Angelo D. gestrichen
Wenn Angelo freitags fürs Wochenende den Knast verlassen konnte, gab es Übergabetreffen in der Lausitz! Freigänger ist er vorerst nicht mehr. Diese Knast-Lockerung wurde ihm gestrichen. Zumal er wegen Drogenhandels (über sieben Jahre) einsaß. Nun droht Angelo eine weitere Strafe, die er zusätzlich absitzen müsste. Urteil folgt.
Übrigens: Auch der eigentlich Observierte und ein weiterer Kompagnon sitzen inzwischen in U-Haft und warten auf ihren Prozess.
Titelfoto: Steve Schuster
