Drogensüchtiger kann das Klauen nicht lassen
Dresden - Chance vertan: Die Justiz gewährte Michael G. (37) Haftverschonung für eine Therapie. Doch der Sachse ging wieder klauen, um sich Geld für Crystal zu beschaffen. Es kam, wie es kommen musste: Der Dauerkriminelle landete erneut vor Gericht. Jetzt ist Prozess im Landgericht Dresden.
Der Gutachter nennt es "Drehtüreffekt". Immer, wenn Michael aus der Haft kommt, zieht er fast nahtlos wieder los, um Drogen zu beschaffen.
Seit Jahren geht das so. Im September 2024 wurde er nach über vier Jahren entlassen, war noch am selben Abend beim Kumpel, um Drogen zu konsumieren.
Kurz danach klaute Michael das erste Pedelec (3000 Euro) in der Dresdner Neustadt, um das Bike in Geld für neue Drogen umzusetzen.
Weitere Zweiräder verschwanden, Michael kam im Februar 2025 wieder in U-Haft. Aber vier Wochen später wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt, weil Michael eine Langzeittherapie antreten konnte.
Doch der Patient verschwand aus der Klinik im Erzgebirge und klaute in Dresden, Radebeul und Pillnitz munter weiter hochwertige Pedelecs (Gesamtwert: rund 30.000 Euro).
Im Dezember klickten dann wieder Handschellen …
Wiederholungstäter vor Gericht
Nicht alle Zweiräder machte der geständige Angeklagte zu Geld. Manches Rad ließ er am nächsten Tatort einfach stehen. So gelangten mindestens fünf Drahtesel an die Besitzer zurück.
Urteil folgt.
Titelfoto: Picxell
