Frühere beste Freundin wendet sich per Brief an mutmaßliche Killerwitwe: "Komm zur Besinnung"

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Dresden - Prozess gegen die mutmaßliche Killerwitwe am Landgericht Dresden. Ramona B. (53) soll ihren Mann, den Anwalt Peter B. (†76), überfahren haben, um an sein Millionenerbe zu kommen. Der mitangeklagte Hausmeister Claus T. (77) soll ihr das Tatauto, einen GLK, besorgt haben. Sie beschuldigt ihn der Tat. Er bestreitet, von ihren Plänen gewusst zu haben. Im Prozess sprachen mehrere Zeugen von Ramonas "manipulativer Art". Nun wurde ein Brief ihrer einstmals besten Freundin, Martina T. (65), verlesen. Sie fand klare Worte für die Angeklagte.

Als der Brief ihrer ehemals besten Freundin verlesen wurde, wirkte Ramona B. (53) sichtlich betroffen.
Als der Brief ihrer ehemals besten Freundin verlesen wurde, wirkte Ramona B. (53) sichtlich betroffen.  © Ove Landgraf

Ramona und Martina kennen sich seit 30 Jahren. Als die Vorwürfe bekannt wurden, Ramona in Haft kam, zerbrach die Freundschaft.

Im Brief, den Martina zum Jahreswechsel in den Knast schickte, wurde sie deutlich: "Du bist auch zu mir nie ehrlich gewesen", schrieb sie und forderte Ramona auf: "Komm zur Besinnung!"

Mit Claus T. sitzt "ein Unschuldiger hinter Gittern". Er sei "ein typisches Opfer einer schwarzen Witwe."

Prozess gegen mutmaßliche Killerwitwe: Jetzt soll Manager von "Electra" aussagen
Gerichtsprozesse Dresden Prozess gegen mutmaßliche Killerwitwe: Jetzt soll Manager von "Electra" aussagen

Martina erinnere sich, dass Ramona ihr erklärte; "Peter habe gesundheitliche Probleme und es bestünde die Befürchtung, dass er nicht mehr lange lebt.

Aber der Gedanke, dass er dich zur Alleinerbin gemacht hat, hat dich beruhigt." Sie sei entsetzt gewesen, als im Prozess herauskam, dass Ramona vor der Tat nach "tödlichen Unfällen im Haushalt" gegoogelt habe.

Die Angeklagte wäre in ihrer "grenzenlosen Gier zu weit gegangen". Die ehemalige Freundin fragte: "Hast du kein Gewissen?"

Wann endet der Prozess gegen die mutmaßliche Killerwitwe in Dresden?

Noch ist kein Ende im Prozess, der seit Juni 2025 läuft, in Sicht.
Noch ist kein Ende im Prozess, der seit Juni 2025 läuft, in Sicht.  © Ove Landgraf

Wenn bisher im Prozess Zeugen gehört oder Dokumente verlesen wurden, machte sich Ramona Notizen, hielt Rücksprache mit ihren Verteidigern, zeigte äußerlich keinerlei Regung. Als der Brief nun verlesen wurde, war sie sichtlich unangenehm berührt.

Im Prozess, der seit Juni 2025 läuft, ist derweil noch kein Ende in Sicht. Die Verteidiger beider Angeklagter stellen am Mittwoch insgesamt 14 neue Beweisanträge.

Unter anderem wurde ein spezielleres Gutachten zur DNA-Analyse im Tatfahrzeug gefordert. Nach der Antragsflut konstatierte der Chef-Richter, dass die bisherige Planung, nun mit den Plädoyers zu beginnen, "Makulatur ist".

Senioren übel abgezockt? Vertreter kassierte mutmaßlich Provisionen ohne Versicherung
Gerichtsprozesse Dresden Senioren übel abgezockt? Vertreter kassierte mutmaßlich Provisionen ohne Versicherung

Der Jurist forderte die Prozessbeteiligten auf: "Nehmen Sie sich für den Sommer nichts vor!" Montags und mittwochs wird nun immer weiter verhandelt.

Titelfoto: Ove Landgraf

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Dresden: