Dresden - Die Tinte unter seinem Urteil war noch nicht trocken, da beging Mohammad I. (19) erneut Straftaten. Und wieder war die angehende Pflegefachkraft alles andere als zimperlich mit seinen Opfern. Nun hockt der Deutsch-Syrer erneut auf der Anklagebank im Amtsgericht Dresden. Diesmal dürfte es keine Bewährung geben.
Im Sommer 2025 wurde Mohammad verurteilt, weil er rüde von Passanten Geld raubte. Einen 13-jährigen Bekannten verfolgte er gar bis Hrensko, bedrohte und demütigte den Jungen über Stunden.
Der Sadist bekam dennoch Bewährung. Auch, weil dessen anwesende Familie sofort von Sachsen nach Hannover zog. Doch nur Tage später war Mohammad wieder hier!
Innerhalb einer Woche überfiel er zwei sehr gebrechliche Ex-Nachbarn in ihren Wohnungen in Löbtau. "Er sagte, ich soll leise sein, sonst passiert was", berichtete die Frau (55), der er über 10.000 Euro aus der Geldkassette klaute. Ein Mann (59) wurde über Stunden mit dem Messer bedroht, mit Kabeln gefesselt und mit einem T-Shirt geknebelt.
Mit dessen EC-Karte hob Mohammed 2500 Euro ab. Wenig später erwischte es einen ehemaligen Arbeitskollegen des Angeklagten. Er und sein Bekannter wurden in der Wohnung überfallen und im Keller eingesperrt.
Auch in Hannover hinterließ Mohammad traumatisierte Opfer. Im August überfiel er innerhalb von drei Tagen zwei Bäckereien, erbeutete 1000 Euro. Nach dem zweiten Raub wurde er aber sofort gefasst. "Tut mir leid, aber ich brauchte das Geld", so der Angeklagte. "Für Klamotten, Spielhalle und Drogen." Urteil folgt.