Jetzt fährt er mal wieder ein: Rasender Koch rammt auf der Flucht die Polizei

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Dresden - Seit 20 Jahren hat Mike W. (52) keinen Führerschein mehr. Dieser wurde ihm einst wegen Drogenkonsums entzogen. Doch der Meißner Koch sitzt munter weiter am Steuer. Immer wieder wird er dabei erwischt, liefert sich jedes Mal eine Verfolgungsjagd mit der Polizei - und landet vor Gericht.

Mike W. (52) wurde in Hand- und Fußfesseln zum Prozess gebracht.
Mike W. (52) wurde in Hand- und Fußfesseln zum Prozess gebracht.  © Peter Schulze

Diesmal hockte Mike vor dem Amtsrichter in Dresden, weil er in Freital ein Polizeiauto gerammt hatte - kassierte so seinen 22. Eintrag im Strafregister.

"Ich brauchte für meinen Umzug einen Transporter", erklärte der geständige Angeklagte. Mit einem - geklauten - Movano von einem Bekannten suchte er nachts im Dezember 2025 in Freital gerade einen Parkplatz, als ihn plötzlich die Besatzung eines Streifenwagens zur Verkehrskontrolle bat.

Doch Mike, der zuvor Drogen genommen hatte, gab Gas, als er das Blaulicht sah. Über Fußwege, Wiesen und rote Ampeln ging es quer durch Freital. Erst nach 25 Minuten fuhr sich der Opel im Schlamm auf einem Feldweg in Oberhermsdorf fest.

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Beim Versuch, zurückzusetzen, knallte der Wagen gegen ein Polizeiauto. Insgesamt vier Beamte waren nötig, um Mike zum Aussteigen "zu bewegen".

Zum Prozess wurde der rasende Koch in Fuß- und Handfesseln gebracht. Reine Vorsichtsmaßnahme der Justiz, nachdem er 2022 bei einer Verhandlung kurz vor dem Urteilsspruch aus dem Fenster gesprungen und geflohen war.

"Ich glaube, ich brauche eine Therapie", sagte der Angeklagte. Zunächst muss Mike aber für weitere zweieinhalb Jahre hinter Gitter.

Titelfoto: Peter Schulze

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