LKA-Fahnder warten am Bahnsteig: Fahrgast hat ein halbes Kilo Opium im Sack
Dresden - Als er mit dem Zug aus Berlin im Neustädter Bahnhof ankam, wurde Ahmad Ali A. (38) schon von LKA-Fahndern am Bahnsteig erwartet.
Der Iraner war schon eine Weile lang observiert worden. Tatsächlich fanden die Beamten in seinem Rucksack 500 Gramm Opium! Laut Anklage war das nicht seine einzige Drogenfahrt. Nun ist Prozess am Landgericht Dresden.
Nachdem er im November 2025 am Bahnsteig festgenommen wurde, durchsuchten Beamte auch seine Wohnung. Sie fanden weitere Drogen und eine Feinwaage zum Portionieren von Rauschgift.
Außerdem werteten die Fahnder das Handy aus. Demnach gab es fünf weitere Drogenfahrten von Ahmad Ali. Laut Anklage beschaffte er seit Mai 2025 je 500 Gramm in Berlin oder Cottbus.
Doch schnell wird der Prozess nicht enden. Denn wie weit die Ermittlungen zu dem Verkäufer der Drogen sind – unklar. Auch dem Gericht liegen derzeit keine Angaben dazu vor. Der Verteidiger nannte die Aufzählungen der Anklage denn auch "ambitioniert" von den Strafverfolgern.
Obendrein erklärte Ahmad Ali, er würde seit Jahren Opium konsumieren, habe nicht mehr gewusst, was er da eigentlich macht. Jetzt muss das Gericht einen Gutachter hinzuziehen, um zu klären, wie schuldfähig der Angeklagte überhaupt ist.
Urteil folgt.
Titelfoto: Peter Schulze
