Dresden - Lange Haft für einen Pizzabäcker! Francesco F. (27) muss für insgesamt fünf Jahre und zwei Monate hinter Gitter. Das Landgericht Dresden verurteilte ihn wegen Kindesmissbrauchs und Entziehung Minderjähriger. Er hatte mit einer Zwölfjährigen angebandelt, war mit ihr mehrfach in Riesa untergetaucht. Ihn stoppten dabei weder Polizeieinsätze noch ein Urteil.
Seit Sommer 2024 hatten Tina (*Name geändert) und Francesco übers Internet Kontakt.
"Inhalt der Nachrichten waren sexuelle Fantasien und Intimbilder", so der Richter. Zwar habe das Schulmädchen offenbar freiwillig mitgemacht. "Aber der Angeklagte wusste, dass sie unter 14 Jahren ist." Im Juni 2025 bekam Francesco in Hamburg Bewährung (Eigentumsdelikt). Bedingung: Er durfte nicht mehr straffällig werden.
Stattdessen aber holte er Tina aus Nordrhein-Westfalen nur Tage später ohne Wissen ihrer Mutter ab, fuhr mit ihr nach Riesa. Dort missbrauchte er das Kind. Die Polizei griff das Mädchen zwar auf. Doch Francesco schickte ihr weiter Porno-Nachrichten.
Und holte sie wieder nach Riesa! Er tauchte mit ihr in der Wohnung eines Freundes unter. Erneut kam die Polizei, fand das Mädchen in einem Schrank versteckt.
Tina kam in eine Jugendeinrichtung. Noch am selben Abend fuhr Francesco mit einem E-Roller vor, holte Tina wieder ab. "Das war schon sehr dreist", konstatierte der Richter.
Zum dritten Mal rückte die Polizei an, fand Tina im Bettkasten versteckt. Diesmal kam der Pizzabäcker in U-Haft. Nun schickte das Gericht Francesco hinter Gitter.